Die Zukunft der von Saudi-Arabiens Public Investment Fund (PIF) finanzierten Golfserie LIV Golf wird derzeit verstärkt diskutiert. Medienberichten zufolge prüft der Staatsfonds seine weitere Unterstützung für die Tour, in die seit ihrer Gründung vor rund fünf Jahren etwa fünf Milliarden US-Dollar investiert wurden.
Hintergrund der Spekulationen ist unter anderem eine neue Fünfjahres-Investitionsstrategie des Fonds, bei der stärker auf Projekte innerhalb Saudi-Arabiens sowie auf nachhaltige wirtschaftliche Renditen gesetzt werden soll. PIF-Gouverneur Yasir al-Rumayyan verwies dabei auch auf geopolitische Entwicklungen. Der anhaltende Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran werde „zusätzlichen Druck erzeugen, einige Prioritäten neu auszurichten“.
Berichten zufolge wurden mehrere Führungskräfte von LIV Golf kurzfristig zu einem Treffen nach New York eingeladen. Gleichzeitig bereitete sich die Serie auf ihr sechstes Turnier der Saison in Mexiko-Stadt vor, bei dem mehrere leitende Verantwortliche nicht vor Ort waren. Spieler sollen bislang keine offiziellen Informationen über mögliche Veränderungen erhalten haben.
Im Umfeld des Treffens wird auch über mögliche strukturelle Veränderungen im internationalen Profigolf spekuliert. LIV-Golf-CEO Scott O’Neil war zuletzt beim Masters in Augusta präsent, wo sich zahlreiche Entscheidungsträger des Golfsports aufhielten. Offiziell bestätigte Gespräche über eine Neuordnung zwischen LIV Golf, der PGA Tour oder der DP World Tour gibt es jedoch nicht.
In einer internen Nachricht an Mitarbeitende versuchte O’Neil, die Situation zu beruhigen. „Ich möchte ganz klar sagen: Unsere Saison läuft genau wie geplant weiter – ohne Unterbrechung und mit voller Geschwindigkeit“, schrieb der CEO. Die öffentlichen Diskussionen bezeichnete er als [...]