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Markus Redl: „Schneesport braucht New School statt nur Old School“ [Exklusiv]

(c) Gepa Pictures

Die „klassische“ Wintersaison neigt sich in diesen Tagen auch in den verbliebenen, geöffneten Skigebieten dem Ende zu. Markus Redl, Geschäftsführer ecoplus Alpin GmbH, und damit verantwortlich für Skigebiete wie Hochkar oder St. Corona, spricht im Exklusiv-Interview mit sportsbusiness.at über den Skisport im Wandel, welche Chancenfelder zu sehen sind, und was er mit „New School statt (nur immer) Old School“ meint.

++ sportsbusiness.at exklusiv von Michael Fiala ++

sportsbusiness.at: Herr Redl, Sie haben kürzlich in Wien an einem Panel von LAOLA1 und Sportradar teilgenommen, gemeinsam mit Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt. Das Thema war „Skisport im Wandel“. Wenn wir auf die aktuelle Debatte blicken – etwa das 100-jährige Jubiläum der Seilbahnen und ein Resümee zur heurigen Wintersaison – wo sehen Sie die Rolle des Schneesports in der Zukunft Österreichs?

Markus Redl: Österreich versteht sich traditionell als Skination. Wir brillieren als Veranstalter und glänzen durch sportlichen Erfolg. Da wird gerne die notwendige Breite für die Spitze zitiert. Aber wir müssen ehrlich sein: Der Schneesport steckt in einem massiven Umbruch. Allein der demografische Wandel in unseren Kernmärkten, die Frage der Leistbarkeit und natürlich der Klimawandel drücken potenziell die Nachfrage. Während die Seilbahnwirtschaft verstärkt auf den Ganzjahrestourismus setzt, ist mein Plädoyer: Wir dürfen den Kern – den Schneesport – nicht stiefmütterlich behandeln. Er muss und darf in den künftigen bundesweiten Bewegungsstrategien eine wichtige Rolle spielen.

Wir brauchen nicht nur ein bis zwei Skihallen, sondern wir müssen den Sport dorthin bringen, wo die Menschen sind – in die urbanen Sporträume.

sportsbusiness.at: Sie haben beim Panel drei konkrete „Chancenfelder“ skizziert. Das erste betrifft die Infrastruktur. Österreich ist Weltmarktführer bei Seilbahntechnik, hat aber keine einzige Skihalle. Ein Paradoxon?

Redl: Absolut. Unsere Liftgesellschaften investieren Milliarden in modernste Technik am Berg, und unsere Hersteller liefern Know-how für riesige Hallenprojekte weltweit. Aber im eigenen Land müssen unsere Athletinnen und Athleten des ÖSV für das Training ins Ausland ausweichen, auch weil die Gletscher als Trainingsstätten nur mehr eingeschränkt zur Verfügung stehen. Mein Punkt ist: Wir brauchen nicht nur ein bis zwei Skihallen, sondern wir müssen den Sport dorthin bringen, wo die Menschen sind – in die urbanen Sporträume. CopenHill lässt grüßen. Trockenpisten in der Stadt so wie bei diesem Projekt in Kopenhagen könnten die Brücke schlagen, um den Nachwuchs überhaupt erst mit dem Sport in Berührung zu bringen.

sportsbusiness.at: Das führt uns zum zweiten Feld: der Sportkultur. Sie fordern „New School statt (nur immer) Old School“. Was meinen Sie damit?

Redl: Wir hängen oft sehr stark am klassischen alpinen Skilauf. Das ist unsere DNA, keine Frage. Aber wenn wir in der Jugendkultur reüssieren wollen, müssen wir die ...

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