Beim FIS-Kongress in Belgrad haben die Mitgliedsverbände des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes (FIS) einen Wechsel an der Verbandsspitze beschlossen. Der Liechtensteiner Alexander Ospelt setzte sich bei der Präsidentenwahl knapp gegen Amtsinhaber Johan Eliasch durch und übernimmt künftig die Führung des Weltverbandes.
Das offizielle Wahlergebnis lautete 65:64 Stimmen zugunsten Ospelts. Der Jurist aus Liechtenstein war vom Österreichischen Skiverband (ÖSV) unterstützt worden und setzte sich gegen den bisherigen Präsidenten Johan Eliasch durch, der vom georgischen Verband nominiert worden war.
ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer bezeichnete das Ergebnis als wichtigen Schritt für den Wintersport: „Wir gratulieren Alexander Ospelt herzlich zu seinem Wahlsieg, von dem wir felsenfest überzeugt waren. Ein Wechsel an der Spitze des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes war aus unserer Sicht nötig – deshalb ist der heutige Tag ein Sieg für den Sport.“
Gleichzeitig würdigte Scherer die Arbeit des bisherigen Präsidenten: „Johan Eliasch, der sehr viele Veränderungen angestoßen hat und dem ich an dieser Stelle für seinen Einsatz und sein Engagement danken möchte, ist es in den vergangenen Jahren leider nicht gelungen, die nationalen Verbände für seine Ideen und Visionen zu gewinnen, dieser Vertrauensverlust war heute spürbar - es war Zeit für einen Kurswechsel.“
Auch ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober begrüßte die Wahl Ospelts. „Der Österreichische Skiverband freut sich über die Wahl von Alexander Ospelt zum FIS-Präsidenten. Viele Wintersportnationen haben diesen Wechsel herbeigesehnt. Seine Bewerbung unter dem Motto 'Building Bridges' ist genau das, was es in der FIS jetzt dringend benötigt.“
Mit Ospelt übernimmt künftig ein langjähriger Funktionär aus Liechtenstein die Leitung des internationalen Verbandes. Ziel soll es sein, die Zusammenarbeit innerhalb der internationalen Skifamilie zu stärken und die weitere Entwicklung des Ski- und Snowboardsports voranzutreiben. [...]