Die geplante Übernahme von Sky DACH durch RTL Deutschland ist von der Europäischen Kommission ohne Auflagen genehmigt worden. Die Wettbewerbsbehörde teilte mit, dass der Zusammenschluss keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken im Europäischen Wirtschaftsraum aufwerfe.
Mit der Transaktion übernimmt RTL das deutschsprachige Geschäft von Sky Deutschland vom US-Medienkonzern Comcast. Der Kaufpreis setzt sich aus einem festen Betrag von 150 Millionen Euro sowie einem variablen Anteil von bis zu 377 Millionen Euro zusammen, der von der Entwicklung des RTL-Aktienkurses in den kommenden fünf Jahren abhängt. Insgesamt kann das Volumen der Transaktion damit bis zu 527 Millionen Euro erreichen.
Die Europäische Kommission prüfte im Rahmen der Fusionskontrolle insbesondere mögliche Auswirkungen auf mehrere Bereiche der audiovisuellen Wertschöpfungskette. Dazu zählen der Erwerb und die Bereitstellung audiovisueller Inhalte, der Markt für Fernsehkanäle und audiovisuelle Dienste, der Endkundenmarkt für TV- und Streamingangebote sowie der Markt für Werbung in audiovisuellen Inhalten. Nach der Untersuchung kam die Behörde zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb nicht erheblich beeinträchtigen wird. RTL und Sky verfolgen laut Kommission unterschiedliche Schwerpunkte bei Unterhaltungs- und Sportinhalten und gelten daher nicht als enge Wettbewerber.
Teresa Ribera, Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission, erklärt: „Die europäischen audiovisuellen Märkte befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Durch die Bündelung ihrer Kompetenzen werden RTL und Sky DACH besser gerüstet sein, um auf diesem sich rasch wandelnden Markt zu bestehen.“
Auch aus Unternehmenssicht soll der Zusammenschluss eine stärkere Position im Wettbewerb mit globalen Streamingplattformen schaffen. Ziel ist der Aufbau einer gemeinsamen Plattform für Streaming, Free-TV und Pay-TV mit rund 11,5 Millionen zahlenden Abonnenten. [...]