Die besten Aussagen von Sportdaten-Experte Philipp Ertl im österreichischen Sportbusiness-Podcast KaffeehausTALK.
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…Stats Perform als Nummer 1 am Markt: „Im Performance-Bereich gibt es sicher mehr Mitbewerber als im Medienbereich, weil die Daten dort meistens im Nachhinein zur Verfügung gestellt werden, die Aufbereitung damit einfacher ist. In der Datentiefe und Qualität, in der wir Live-Daten anbieten, kann das kein anderer. Gerade das macht am Markt einen entscheidenden Unterschied.“
…die ADMIRAL Bundesliga als „Pressing-Liga“: „Pressing-Liga Österreich. Das hat sich durch den Red-Bull-Stil stark entwickelt, und dafür ist auch unsere Nationalmannschaft bekannt. Die Spieler wurden in diesem System ausgebildet, und wenn wir die Ligen vergleichen, sehen wir auch heute noch, dass Österreich im internationalen Vergleich beim Pressing sehr weit vorne ist. In der WM-Qualifikation war Österreich zum Beispiel jenes Team, das im Vergleich mit allen europäischen Mannschaften die meisten Pressing-Aktionen geliefert hat. Das ist schon eine typische Charakteristik, wofür die österreichische Liga und überhaupt der österreichische Fußball stehen. Und genau solche Merkmale gilt es herauszuarbeiten und positiv hervorzuheben.“
…die Qualität von Daten und zur Bedeutung klarer Definitionen: „Das Wichtigste ist, dass die Definitionen von Daten genau sind, damit es bei der Datenerfassung keinen Diskussionsspielraum gibt. Gerade bei Themen wie Zweikämpfen wirst du keinen Anbieter finden, der auf dieselbe Anzahl kommt, weil es einfach unterschiedliche Definitionen gibt. Deshalb ist es so wichtig, wenn ich mit Daten arbeite oder Daten einkaufe, auch die Definitionen dahinter zu kennen. Sonst leite ich möglicherweise die falschen Schlüsse daraus ab. Das Wichtigste ist also: Genaue Definition, genaue Dokumentation und dass der Kunde das jederzeit nachlesen kann. Nur so wird Datenarbeit belastbar.“
…die Interpretation von Daten am Beispiel Marko Arnautović: „Da gab es einmal einen Fall rund um Marko Arnautović, wo im Guardian stand, dass er einer der faulsten Spieler der Premier League sei. Grundlage war ein Performance-Datensatz von uns, den das Medium selbst interpretiert hat. Arnautović war dabei unter den Spielern mit den geringsten Laufkilometern, was natürlich für Diskussionen gesorgt hat. Wenn man die Daten aber in den richtigen Kontext setzt, sieht man, dass er gleichzeitig unter den Top-Spielern bei Sprints und Aktionen im gegnerischen Strafraum war – also genau dort, wo man ihn haben will. Das zeigt sehr gut die Herausforderung im Umgang mit Daten: Eine einzelne Zahl kann schnell falsch interpretiert werden, wenn man nicht weiß, welche Rolle ein Spieler im System hat. Deshalb ist Kontext bei Daten immer entscheidend.“
…die Entwicklung von xG und zur Akzeptanz neuer Metriken: „Wir haben da über Jahre hinweg diskutiert und wurden von Medienpartnern anfangs eher belächelt oder abgewiesen. Mit der Zeit haben wir den Expected-Goals-Wert (xG) aber immer mehr eingesetzt und Schritt für Schritt erklärt. Es gab viele Diskussionen mit Moderatoren und Experten darüber, wie so ein Modell funktioniert und was es eigentlich aussagt. Genau diese Arbeit mit Expected Goals hat den Weg für viele weitere Metriken geebnet. Heute ist jeder offen für neue Ansätze und will sie diskutieren.“
…die Zukunft von Daten und KI im Sport: „Es geht nicht mehr darum, die Daten zu sammeln, weil das ohnehin schon auf einem sehr hohen Niveau passiert. Vielmehr geht es darum, daraus Prognosen abzuleiten, bessere Entscheidungen zu treffen und künstliche Intelligenz stärker einzusetzen. KI wird in Zukunft nicht mehr nur Spiele analysieren, sondern eher prognostizieren und simulieren.“
Gäste aus nationalem und internationalem Sportbusiness
Der KaffeehausTALK ist eine abwechslungsreiche, informative Mischung aus Sport- und Business-Podcast. „In den einzelnen Episoden werden unterschiedliche Karrierewege im Sportbusiness aufgezeigt, Wissen vermittelt und vor allem durch persönliche, unterhaltsame Geschichten untermalt“, so die beiden KaffeehausTALK-Gründer Simon-Peter Charamza und Lorenz Kirchschlager. Gesprächspartner sind unterschiedliche Persönlichkeiten aus dem nationalen und internationalen Sportbusiness, mittlerweile moderieren auch sportsbusiness.at-Herausgeber und der Chefredakteur des Branchenmediums, Michael Fiala und Georg Sohler, die Talks.
Die inhaltlichen Themen haben zwar mit dem Namen KaffeehausTALK nicht direkt etwas zu tun, aber als Wiener schätzen Kirchschlager und Charamza, dass die Wiener Kaffeehauskultur zum Plaudern, Fachsimpeln und Genießen einlädt – eine Atmosphäre, die sie auch in ihrem Podcast schaffen. In gemeinsam knapp 30 Jahren bei Vereinen, Verbänden, Agenturen und führenden Medien Österreichs durften die beiden eine Vielzahl an Experten und interessanten Persönlichkeiten kennenlernen, die sie nun an den Kaffeehaustisch bitten, um mit den Hörern ihre Geschichten und Erfahrungen zu teilen.
Zu hören auf allen gängigen Podcast-Plattformen
Zu hören ist der KaffeehausTALK auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie z.B. Spotify und Apple Podcasts und auch auf der Webseite KaffeehausTALK.com. Hier haben die Hörer zusätzlich die Möglichkeit, einzelne Kapiteln und Themen nachzuhören, sowie den KaffeehausTALK-Newsletter zu abonnieren.