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Sturm Graz: Internationales Trikot setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

(c) SK Sturm

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Beim Auswärtsspiel in Rotterdam läuft der SK Sturm Graz mit einer klaren gesellschaftlichen Botschaft auf: Auf der Brust der Spieler ist der Schriftzug „STOP VIOLENCE AGAINST WOMEN“ zu lesen.

Hintergrund sind nationale Werbebestimmungen sowie das fortgesetzte soziale Engagement des Vereins. Bereits im Sommer hatte Sturm Graz in der Qualifikation zur UEFA Champions League mit einem besonderen Trikot auf sich aufmerksam gemacht.

Aufgrund der in Norwegen geltenden Werberichtlinien wurde damals das SOS-Kinderdorf auf dem Europacup-Jersey präsentiert. Diese Linie gesellschaftlicher Verantwortung setzt der Klub nun auch in den Niederlanden fort, wo ebenfalls Einschränkungen für bestimmte Werbeinhalte gelten.

Im Mittelpunkt steht diesmal der Kampf gegen Gewalt an Frauen. Die Aktion ist Teil der seit 2023 bestehenden Zusammenarbeit mit den Frauenhäusern Steiermark im Rahmen von „Sturm hilft“. Mit dem Slogan auf dem Trikot soll auf das Thema aufmerksam gemacht und die Arbeit der steirischen Frauenhäuser unterstützt werden, die seit mehr als 40 Jahren im Bereich Gewaltschutz und Prävention tätig sind.

Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Tebbich betont: „Die Sturmfamilie steht wie immer zusammen und zeigt, dass unser Leitsatz zum Thema soziale und gesellschaftliche Verantwortung keine bloße Floskel ist, sondern gelebt wird. Als einer der größten und erfolgreichsten Fußballvereine Österreichs sind wir uns des Gewichts unserer Stimme bewusst, dementsprechend wollen wir sie auch einsetzen. Ich möchte mich bei den Frauenhäusern Steiermark für die Kooperation in dieser wichtigen Sache bedanken und auch betonen, dass die UEFA sehr hilfsbereit und offen auf unsere Sonderanfrage, den ,Brustsponsor‘ ein weiteres Mal in dieser Saison zu ändern, reagiert hat. Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei unserem Hauptsponsor Puntigamer, die diesen Wechsel auf unserem Trikot wie schon im Sommer vollumfänglich unterstützen.“

Auch von Seiten der Frauenhäuser wird die Aktion als starkes Signal gesehen. Michaela Gosch, Geschäftsführerin der Steirischen Frauenhäuser, erklärt: „Dass der Slogan ‚STOP VIOLENCE AGAINST WOMEN‘ auf dem Trikot des SK Sturm Graz zu sehen ist, hat eine enorme Signalwirkung. Diese klare Botschaft ist nicht nur ein Hinweis auf unsere Arbeit, sondern ein deutliches gesellschaftliches Statement: Gewalt an Frauen wird nicht toleriert und gehört benannt – sichtbar und unmissverständlich. Besonders bedeutsam ist, dass diese Botschaft in der Europa League auf einer der größten möglichen Fußballbühnen präsentiert wird – und damit europaweit sichtbar ist. Ein Verein mit der Reichweite von Sturm Graz erreicht Menschen aller Altersgruppen und sozialen Hintergründe, und genau dort brauchen wir diese Botschaft.“

Nach dem Spiel in Rotterdam werden ausgewählte matchgetragene Trikots versteigert, zusätzlich erscheint eine limitierte Auflage im Online-Verkauf. Der gesamte Erlös kommt zu 100 Prozent der Initiative „Sturm hilft“ zugute.

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