Die WTA Finals könnten ab 2027 einen neuen Austragungsort erhalten. Nach aktuellen Berichten steht die US-Stadt Charlotte als möglicher neuer Gastgeber des Saisonabschlussturniers der Women’s Tennis Association (WTA) im Raum.
Das Turnier findet seit 2024 in der saudischen Hauptstadt Riad statt. Grundlage dafür ist ein auf drei Jahre angelegter Vertrag zwischen der WTA und Saudi-Arabien, der nach der Ausgabe 2026 ausläuft. Eine Verlängerung der Zusammenarbeit gilt derzeit als unwahrscheinlich.
Die Vergabe des Turniers nach Saudi-Arabien hatte bereits in der Vergangenheit Kritik ausgelöst. Zu den prominenten Stimmen gehörten unter anderem die ehemaligen Tennisstars Chris Evert und Martina Navratilova.
WTA-Geschäftsführerin Portia Archer hatte im vergangenen Jahr noch signalisiert, dass sie sich eine Fortsetzung der Partnerschaft vorstellen könne. Dabei verwies sie unter anderem auf die finanziellen Rahmenbedingungen, die vorhandene Infrastruktur sowie das wachsende Interesse am Frauen-Tennis in der Region.
Laut Berichten sollen Gespräche über eine mögliche Verlängerung jedoch bislang zu keinem Ergebnis geführt haben. Damit rückt Charlotte als möglicher neuer Austragungsort in den Fokus. Die Stadt in North Carolina hat seit den 1970er-Jahren kein Turnier der WTA Tour mehr ausgerichtet.
Parallel dazu wird in der Branche auch darüber spekuliert, ob sich die Sportstrategie Saudi-Arabiens teilweise verändert. In der Tennisszene hatte das Land zuletzt bereits eine Ausstiegsklausel genutzt, um die Ausrichtung der Next Gen ATP Finals vorzeitig zu beenden.
Sollten die WTA Finals tatsächlich verlegt werden, müsste die WTA einen neuen Gastgeber finden, der sowohl organisatorisch als auch wirtschaftlich vergleichbare Rahmenbedingungen bieten kann.