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Sinner fordert Bewegung in Diskussion um Preisgelder und Sozialleistungen

(c) GEPA pictures/ Walter Luger

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Jannik Sinner hat die vier Grand-Slam-Turniere scharf kritisiert, weil diese bislang keine konkreten Gespräche über höhere Preisgelder und bessere Sozialleistungen für Tennisspieler geführt haben.

Der Italiener wirft den Veranstaltern Untätigkeit vor, obwohl die Topspieler bereits im Sommer detaillierte Vorschläge vorgelegt hatten. Laut The Guardian hatten die zehn bestplatzierten Spielerinnen und Spieler im März einen Brief an die Turnierleitungen geschickt, in dem sie unter anderem höhere Beiträge zu Sozialleistungen wie Renten- und Krankenversicherung sowie eine gerechtere Preisgeldverteilung forderten. Während bei den Grand Slams das Preisgeld nur rund 12 bis 15 Prozent der Einnahmen ausmache, liege dieser Anteil bei großen ATP– und WTA-Turnieren wie Indian Wells bei etwa 22 Prozent.

Sinner erklärte: „Kalender und Terminplanung sind wichtige Themen, aber nichts hindert die Grand Slams daran, sich jetzt mit den Wohlfahrtsleistungen der Spieler wie Renten und Gesundheitsversorgung zu befassen. Wir wollen gemeinsam Lösungen finden, die für alle im Tennis gut sind.“

Die Grand-Slam-Turniere hatten die Gespräche mit Verweis auf einen laufenden Rechtsstreit der Professional Tennis Players Association (PTPA) verschoben. Die 2020 von Novak Djokovic gegründete PTPA klagt gegen ATP, WTA und den Weltverband ITF wegen angeblicher Wettbewerbsbeschränkung.

Frust herrscht auch über mangelnde Transparenz bei der Aufteilung der Preisgelder. Zwar informieren Wimbledon und die US Open die ATP und WTA vorab über Summen und Verteilung, doch ein Mitspracherecht besteht nicht. Vorschläge der Spieler, die Verteilung zugunsten früher Runden anzupassen, wurden mehrfach abgelehnt.

Sinner wird mit Unterstützung von Kolleginnen wie Coco Gauff und Aryna Sabalenka weiter auf Gespräche drängen. Der Tenor: Die großen Turniere müssten mehr Verantwortung übernehmen – nicht nur für die Stars, sondern auch für die Spielerinnen und Spieler abseits der Spitzenränge, die finanziell oft kaum über die Runden kommen.

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