Im Zuge der Modernisierung des Stade de la Meinau in Straßburg wurde bei der Gestaltung der neuen Südtribüne ein ungewöhnliches Baumaterial eingesetzt. Teile der Stadionfassade bestehen aus wiederverwendeten Rumpfsegmenten ausgemusterter Airbus-A340-Flugzeuge.
Das Projekt wurde vom internationalen Architekturbüro Populous gemeinsam mit den lokalen Architekten Rey + de Crecy umgesetzt. Die Flugzeugteile werden als Paneele eines Sonnenschutzsystems verwendet und bedecken eine Fläche von rund 4.050 Quadratmetern.
Die Wiederverwendung der Flugzeugsegmente ist Teil eines Baukonzepts, das auf eine stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten abzielt. Die Paneele bilden gleichzeitig die äußere Gestaltung der neuen Südtribüne.
Der Umbau ist Teil einer umfassenden Modernisierung des Stadions. Neben der baulichen Anpassung wurden auch Bereiche für Zuschauerinnen und Zuschauer erweitert. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Hospitality-Bereiche, neue Fanflächen sowie ein fünfstöckiges Atrium mit Blick auf das Spielfeld.
Im Zuge der Maßnahmen wird die Kapazität des Stade de la Meinau von rund 26.000 auf etwa 32.000 Plätze erhöht. Auftraggeber des Projekts ist die Eurométropole Straßburg, die mit dem Umbau ein Stadion schaffen will, das sowohl funktionale als auch ökologische Anforderungen berücksichtigt.