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Madonna di Campiglio begrenzt erstmals Zahl der Skipässe

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Das italienische Skigebiet Madonna di Campiglio in den Brenta-Dolomiten zieht Konsequenzen aus dem stetig wachsenden Besucherandrang: Ab der Wintersaison 2025/26 wird die Zahl der Tagesskipässe begrenzt – ein Schritt, der europaweit als erster seiner Art gilt.

Unter dem Titel „Numero Ideale“ („die ideale Zahl“) führen die Betreiber eine Obergrenze von 14.000 Tageskarten pro Tag ein. Die Maßnahme wird zunächst testweise während der Weihnachtsferien (28. Dezember bis 5. Januar) und in der Faschingswoche (15. bis 22. Februar) umgesetzt. Ziel ist es, das Gästeerlebnis zu verbessern, Wartezeiten zu verkürzen und die Sicherheit auf den Pisten zu erhöhen.

Laut einem Bericht des „Corriere della Sera“ wurden an Spitzentagen bisher bis zu 23.000 Skipässe verkauft – deutlich mehr, als viele Besucher als angenehm empfinden. Befragungen unter Wintersportlern zeigten, dass die Zufriedenheit ab rund 15.000 Gästen rapide sinkt.

Von der neuen Regelung betroffen sind ausschließlich Tagesgäste. Saisonkartenbesitzer und Urlauber mit Mehrtagespässen behalten uneingeschränkten Zugang. Wer nur einen Tag Ski fahren möchte, muss künftig frühzeitig planen – Skipässe sollen im Voraus online gebucht werden. Frühbucher zahlen 59 Euro, spontane Besucher bis zu 85 Euro.

Madonna di Campiglio folgt damit einem Trend, der in Nordamerika bereits etabliert ist. Skigebiete wie Aspen, Vail oder Whistler Mountain setzen ebenfalls auf Besucherobergrenzen, um den Massentourismus zu steuern und das Gesamterlebnis für Wintersportfans zu verbessern.

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