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Die Admiral Bundesliga-Finanzvorschau [Exklusiv]

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Die Admiral Bundesliga startet am Freitag in die Spielzeit 2026/27. sportsbusiness.at analysiert die Wirtschaftszahlen der zwölf Klubs, ordnet sie ein und gibt einen Einblick in den bisherigen Transfersommer und dessen Auswirkungen.

+ + sportsbusiness.at exklusiv - von Georg Sohler + +

Eine knappe halbe Milliarde Euro erwirtschafteten Österreichs Admiral Bundesliga-Klubs in der Spielzeit 2024/25*. 41,6 Prozent dieses Geldes wurden laut dem offiziellen Geschäftsbericht der Österreichischen Fußballbundesliga (ÖFBL) für Personalkosten ausgegeben.

Diese Einnahmen speisen sich aus vier großen Quellen: TV-Gelder, Sponsoring, Spieltagseinnahmen sowie Transfererlöse. Während die Summen am Transfermarkt steigen und die Liga zudem mehr Zuschauer verbucht, sitzen die Sponsoringeuros bei den Unternehmen zunehmend weniger locker. Der TV-Vertrag verursacht das größte Minus: Gab es bislang 44 Millionen Euro pro Jahr für die Pay-TV-Rechte von Sky, gibt es ab der kommenden Saison nur noch 33 Millionen Euro, berichtet der "Standard". Davon zahlt kolportierterweise der bisherige große Partner 28 Millionen, den Rest der ORF und Sportradar. Die TV-Gelder werden wie folgt verteilt:

  • Sockelbetrag: 50% (Fixbetrag für alle 12 Klubs)
  • Sportliche Leistung: 30% (erspielte Punkte)
  • Stadionzuschauer: 10% (auf Basis der Zuschauer-Verbandsabgaben i. H. v. 1,5% der Ticketerlöse ohne VIP)
  • Österreicher-Topf: 10% (auf Basis der u. a. beschlossenen Förderrichtlinien)

Ein Beispiel für den einnahmenseitigen Rückgang ist etwa der Österreicher-Topf: Der betrug bislang 20 Prozent. Vereinfach gesprochen müssen die Vereine allein bei den TV-Geldern einen mittleren sechsstelligen Betrag durch die anderen Säulen ersetzen. Uppercut liefert das TV-Signal, Sky hat kein Studio mehr.

*letztverfügbare Zahlen, Austria Lustenau in der Admiral 2. Liga.

LASK: Der Meister

Die Athletiker sind vergangene Saison überraschend Meister und Cup-Sieger geworden. Das erreichten sie mit den viertgrößten Umsätzen, die Erträge sind weniger als ein Drittel von Krösus Red Bull Salzburg, etwas mehr als die Hälfte als von dem nun enthronten zweifachen Meister Sturm Graz und noch immer um 10 Mio. Euro weniger als beim SK Rapid.

Interessant ist, dass sich die Oberösterreicher den Erfolgslauf kaum vergolden lassen konnten. ÖFB- und Stürmer-Star Sasa Kalajdzic war nur geliehen, der 5,5 Mio. Euro schwere Transfer von Modou Kéba Cissé zu Aston Villa war bereits im Sommer 2025 per Vorvertrag ausgemacht worden.

Die Linzer werden es verschmerzen: Schafft man die Qualifikation zur Champions League – dazu muss das Playoff Mitte/Ende August erfolgreich bestritten werden –, winken 18,62 Mio. Euro Startgeld. In der Ligaphase der zweitklassigen Europa League gibt es immerhin noch 4,31 Mio. Euro Startgeld, dazu kommen noch kolportierte 4,29 Mio. Euro „Trostpflaster“ für das Ausscheiden im Playoff zur Champions League. Für Platzierungen und Punkte gibt es unter Umständen ebenfalls kräftige Zahlungen vonseiten der UEFA.

Auch abseits dessen wächst der LASK laut Unternehmensangaben bei den Sponsoren. Im Pool befinden sich mittlerweile über 300 Partner. Leading Partner sind BWT, Kornspitz, Raiffeisenbank OÖ, Energie AG und Zipfer. Weiteres gibt es Premium Partner Plus (Aspöck, Hypo OÖ, Linz AG, Windhager) sowie Premium Partner (Contech, Eurothermen, das Land Oberösterreich, Molto Luce, Oberndorfer und Wiesinger).

SK Sturm: Der Vizemeister

Der SK Sturm schafft es, mit einer Gewinnmarge von 13,2 Prozent einen Überschuss von 12,6 Mio. Euro zu generieren und ist somit hoch profitabel. Die Champions League kann sich nach dem Aufstieg gegen Heart of Midlothian ausgehen. Scheidet man gegen Fenerbahce aus, ist man fix in der Europa League vertreten, ohne das mehr als vier Millionen Euro schwere Trostpflaster.

Anderweitige Einnahmen sind aus mehreren Gründen wichtig. Unter anderem, weil Sturm nach Jahren von Millionentransfers aktuell eine negative Transferbilanz von knapp 3 Mio. Euro aufweist.

Während um eine Modernisierung mit der Stadt, dem Land und dem GAK gerungen wird, investiert man Geld: In Puntigam entsteht ein 32.000 Quadratmeter großes Areal mit drei Spielfeldern, Fußballhalle und Funktionsgebäude. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf [...]

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