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Kirsty Coventry zur ersten IOC-Präsidentin gewählt

(c) IOC/Greg Martin

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Kirsty Coventry ist zur neuen Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt worden. Die 41-jährige Olympiasiegerin aus Simbabwe setzte sich bei der 144. IOC-Vollversammlung in Costa Navarino gegen sechs Mitbewerber durch und erreichte bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen.

Sie tritt die Nachfolge des Deutschen Thomas Bach an, der nach zwölf Jahren Amtszeit nicht erneut kandidieren durfte. Mit ihrer Wahl ist Kirsty Coventry nicht nur die erste Frau an der Spitze des IOC, sondern auch das erste Mitglied aus Afrika, das die Organisation in ihrer 136-jährigen Geschichte führt.

Coventry, die als Wunschkandidatin von Bach galt, konkurrierte unter anderem mit Sebastian Coe, Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes, und Juan Antonio Samaranch jr., Sohn des ehemaligen IOC-Präsidenten. Überraschend konnte sie sich bereits im ersten Wahlgang durchsetzen.

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Vor ihrer Wahl betonte Coventry ihren Führungsanspruch: „Frauen sind bereit, zu führen. Ich sehe dies als Chance, Schranken niederzureißen.“ Sie kündigte an, mehr Offenheit im IOC zu schaffen und die Mitglieder stärker einzubeziehen. In sportpolitischen Fragen wird erwartet, dass sie den von Bach eingeschlagenen Kurs weitgehend fortsetzt.

Coventry gewann als Schwimmerin zwischen 2000 und 2016 insgesamt sieben olympische Medaillen, darunter zweimal Gold. 2013 wurde sie Athletenvertreterin im IOC, 2018 folgte der Aufstieg ins Exekutivkomitee. Neben ihrer internationalen Funktionärstätigkeit ist sie auch Sportministerin in Simbabwe, eine Rolle, die in der Vergangenheit für Kontroversen sorgte.

Die offizielle Amtsübergabe erfolgt am 24. Juni 2025. Bis dahin bleibt Bach im Amt, um eine geordnete Übergabe zu gewährleisten. Coventry übernimmt das IOC in einer Zeit großer Herausforderungen. Neben geopolitischen Spannungen und der Debatte um Russlands Teilnahme an internationalen Sportwettbewerben rücken auch Themen wie Klimawandel, künstliche Intelligenz und finanzielle Stabilität in den Fokus.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor für das IOC ist die politische Situation in den USA. Mit den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles steht das Komitee vor der Aufgabe, mit Donald Trump als US-Präsident und damit als unberechenbaren Olympia-Gastgeber umzugehen.

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