Amazon-Gründer Jeff Bezos wurde angesprochen, einem Investorenkonsortium beizutreten, das Gespräche über den Kauf eines Minderheitsanteils am FC Liverpool führt. Eine Bestätigung liegt noch nicht vor, eine Beteiligung ist aber nach Einschätzung von Beobachtern wahrscheinlich.
Das Konsortium wird von Amit Bhatia angeführt, dem Schwiegersohn des indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal und früheren Mitbesitzer des Fußballvereins Queens Park Rangers (QPR). Bhatia hat seine QPR-Anteile Ende Juli abgegeben, um den Weg für das potenzielle Liverpool-Engagement freizumachen. Laut Financial Times würde eine Einigung den Klub mit mehr als sechs Milliarden Dollar bewerten. Ein FSG-Sprecher bestätigte die Gespräche und bezeichnete das Interesse als „strategische Minderheitsbeteiligung“.
Bezos, dessen Vermögen Forbes auf rund 257 Milliarden Dollar schätzt, hat in der Vergangenheit Interesse an NFL-Klubs wie den Seattle Seahawks und den Washington Commanders gezeigt, ohne letztlich einzusteigen. Auch bei einem möglichen Liverpool-Deal ist laut informierten Kreisen noch keine endgültige Entscheidung gefallen.
Der aktuelle Eigentümer Fenway Sports Group (FSG) unter John Henry hatte den Klub 2010 für 300 Millionen Pfund erworben. 2023 verkaufte FSG bereits einen kleinen Anteil an die US-Private-Equity-Firma Dynasty Equity. Der neue Deal wäre deutlich größer – möglicherweise rund 30 Prozent – und könnte mittelfristig den Weg für einen vollständigen FSG-Ausstieg ebnen, auch wenn FSG aktuell betont, keine Mehrheit abgeben zu wollen.