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Deutschland: Neustrukturierung der Frauen-Bundesliga kurz vor dem Abschluss

(c) IMAGO / Eibner

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Knapp ein Jahr nach der Gründung einer gemeinsamen Projekt-Gesellschaft durch die Klubs der Frauen-Bundesliga steht eine umfassende Neustrukturierung der Liga unmittelbar bevor. Noch im Herbst 2025 soll die neue Governance-Struktur vorgestellt werden.

Elf von zwölf Klubs der damaligen Erstliga-Saison hatten im Oktober 2024 die „Geschäftsplan Frauen-Bundesliga Projekt GbR“ gegründet, unterstützt vom VfL Wolfsburg als Kooperationspartner. Ziel war es, eine neue Struktur für die höchste Spielklasse im deutschen Frauenfußball zu schaffen – eine, die professionelle Rahmenbedingungen und eigenständige Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Laut Bianca Rech, Direktorin der Frauenabteilung des FC Bayern München, befinde man sich „auf der Ziellinie“. Es gehe um Themen wie Governance und Geldströme – Bereiche, die grundlegende Entscheidungen erfordern.

Obwohl es zwischendurch Diskussionen über eine Ausgliederung außerhalb des DFB gab, zeichnet sich nun eine Lösung unter dem Dach des Verbandes ab. Eine Variante nach Vorbild der DFB Schiri GmbH – also als eigenständige GmbH mit DFB-Beteiligung – gilt als wahrscheinlich. Der DFB erklärte gegenüber dem kicker, man befinde sich „in konstruktiven und zielgerichteten Abstimmungen mit den Vereinen“. Alle Veränderungen sollen im November in einem Antrag für den DFB-Bundestag zusammengefasst werden.

Die bevorstehende Neustrukturierung signalisiert eine zunehmende Professionalisierung des Frauenfußballs in Deutschland – ein Schritt, der auch für Sponsoren, Medienpartner und Vermarktungsplattformen relevant ist. Klare Zuständigkeiten, unabhängige Organisationsstrukturen und neue Finanzierungsmodelle könnten künftig mehr Planungssicherheit und Wachstumspotenzial bieten.

Abseits der strukturellen Entwicklungen denkt der FC Bayern bereits über neue Rollenmodelle für Spielerinnen nach dem Karriereende nach. Bianca Rech deutete an, dass Verteidigerin Magdalena Eriksson nach 2026 möglicherweise als Scout in den Klub eingebunden wird – ein Beispiel für den langfristigen Aufbau von Know-how und Identifikation.

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