Daniela Bauer, Geschäftsführerin des SK Rapid, sowie Emil Drexler, Director Sports Production bei Sky Österreich, im Exklusiv-Interview mit sportsbusiness.at über neue Zielgruppen im Fußball, und wie das gemeinsame Projekt „DIE Rapid. Mut. Wille. Aufstieg“ umgesetzt wurde.
++ sportsbusiness.at exklusiv von Michael Fiala ++
Sky Sport Austria und der SK Rapid präsentieren gemeinsam „DIE Rapid. Mut. Wille. Aufstieg.“ – eine sechsteilige Dokumentation, die in enger Partnerschaft entstanden ist. Das Format ist damit das erste seiner Art über das Frauenteam eines Vereines im rot-weiß-roten Frauenfußball.
Ab Donnerstag, den 14. Mai 2026, um 20:00 Uhr auf Sky Sport Austria 1 sind die ersten zwei Folgen zu sehen. Ein Sky Sport Austria Filmteam rund um Marco Helmer und Simon Stickler begleitet die um den Aufstieg in die höchste Spielklasse kämpfenden Rapidlerinnen über die Rückrunde einer möglicherweise historischen Saison – nah, authentisch und ohne Filter. Festgehalten werden Leidenschaft, Zusammenhalt und die entscheidenden Momente einer außergewöhnlichen Saison.
Im Interview mit sportsbusiness.at sprechen Daniela Bauer, Geschäftsführerin des SK Rapid, sowie Emil Drexler, Director Sports Production bei Sky Österreich, über das gemeinsame Projekt, die damit verbundenen Ziele und die nächsten Schritte im Frauenfußball.
sportsbusiness.at: Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Rapid und Sky rund um dieses Projekt entstanden?
Daniela Bauer: Im Rahmen des Sports Tech Summit Anfang des Jahres hatten wir einen sehr guten Austausch mit dem Management von Sky. Wir haben bei Rapid einen starken Fokus auf unser Frauenteam gelegt und wussten bereits, dass der Aufstieg in die erste Bundesliga bevorsteht. Daraus entstand die Idee, diesen Weg zu dokumentieren. Besonders schön finde ich, dass wir nun gemeinsam die erste Frauenfußball-Dokumentation Österreichs umsetzen.
Emil Drexler: Für uns bei Sky war das eine sehr spannende Geschichte. Wir wollen Fußball nicht nur während der 90 Minuten erzählen, sondern auch die Geschichten dahinter sichtbar machen. Rapid hat mit dem Frauenteam ein neues Kapitel aufgeschlagen und sportlich große Erfolge gefeiert. Uns hat interessiert, wie dieser Erfolg entstanden ist, wie Frauenfußball in einem großen Klub wie Rapid gelebt wird und wer die Spielerinnen eigentlich sind. Gerade der Alltag zwischen Schule, Beruf und professionellem Fußball liefert spannende Einblicke.
sportsbusiness.at: Frauenfußball wächst generell stark – auch in Österreich. Welche Rolle spielt das in der Strategie des SK Rapid?
Daniela Bauer: Frauenfußball erschließt neue Zielgruppen und hat auch gesellschaftlich große Relevanz. Entscheidend ist, dem Frauenfußball mehr Reichweite und Sichtbarkeit zu geben – sowohl für Zuschauer:innen als auch für junge Spielerinnen. Bereits in meiner früheren Tätigkeit bei der Allianz war es mir wichtig, den Frauen möglichst oft eine große Bühne zu geben, etwa in der Allianz Arena in München. Deshalb feiern wir die Premiere der Dokumentation auch im Rahmen eines Frauenspiels im Allianz Stadion am 16. Mai. Gleichzeitig schaffen wir neue Möglichkeiten für Sponsoren. Durch zusätzlichen Content und neue Formate entstehen neue Assets, mit denen Marken Reichweite erzielen und sich mit einem sehr positiven Thema verbinden können.
sportsbusiness.at: Für Sky geht es dabei vermutlich weniger um direkte Abo-Verkäufe?
Emil Drexler: Natürlich steht hier nicht der klassische Verkaufsgedanke im Vordergrund. Frauenfußball und Frauensport generell werden aber für uns immer wichtiger. Wir zeigen bereits Spiele im DFB-Pokal der Frauen, Frauen-Golf oder Tennis. Mit dieser Dokumentation wollten wir eine besondere Geschichte erzählen und auch einem jungen Publikum zugänglich machen. Gleichzeitig zeigt das, dass bei Sky neben großen Events wie einem Champions-League-Finale auch andere, gesellschaftlich relevante Sportgeschichten Platz haben.

sportsbusiness.at: Aus Sicht von Rapid ist der Frauenfußball aktuell noch ein Investment. Wie blickt man wirtschaftlich in die Zukunft?
Daniela Bauer: Solche Projekte sorgen für mehr Sichtbarkeit und Relevanz. Gleichzeitig merkt man, dass Frauenfußball ein anderes ...