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Darum beendeten Martin Bruckner und Co. das Engagement in Pilsen [Exklusiv]

(c) GEPA

Im Sommer 2023 stieg Ex-Rapid-Präsident Martin Bruckner gemeinsam mit anderen als Mehrheitseigentümer beim tschechischen Topklub Viktoria Pilsen ein. Seit diesem Herbst war die Zusammenarbeit vorbei. Im sportsbusiness.at-Gespräch erläuterte er die Hintergründe.

+ + sportsbusiness.at exklusiv von Georg Sohler + +

Alles begann im Jahr 2023. Der tschechische Unternehmer Adolf Šádek suchte Partner, um sich auf den sportlichen Bereich zu konzentrieren und Viktoria Pilsen auf finanziell breite Beine zu stellen. Ungefähr zeitgleich war Martin Bruckner aus der Allianz-Gruppe ausgeschieden und schon seit einiger Zeit nicht mehr Präsident des SK Rapid.

Bruckner überlegte, seine bei den Hütteldorfern im Ehrenamt eingebrachte Expertise bei einem Fußballklub gewinnbringend umzusetzen. Gemeinsam mit den ehemaligen Grün-Weißen Raphael Landthaler, Niklas Belihart und Raimund Hedl und mit dem Schweizer Millionär Martin Dellenbach, dem estnischen Klubeigentümer Kuno Tehva, den Unternehmern Christian Fuchs sowie Philipp Klöckl und Rechtsanwalt Stephan Polster wurde ein Angebot gelegt.

„Wir haben die Mehrheit erworben. In Tschechien und überall außerhalb Deutschlands und Österreichs gilt die 50+1-Regel nicht“, so Bruckner gegenüber sportsbusiness.at. „Insofern war es eine ganz normale Unternehmenstransaktion.“

Vision: Tschechien verjüngen

Grundsätzlich war bei dem Klub sportlich wenig zu ändern. Pilsen ist mit Linz vergleichbar – von der Größe und vom Verhältnis zur Hauptstadt her. Doch Bruckner und das Team dachten weiter: In den 90er- und 2000er-Jahren waren Topligen voll mit Tschechen. Mit der Zeit wurde die Liga jedoch deutlich „älter“.

In Kombination mit dem Wunsch nach wirtschaftlicher Stabilität und dem Know-how der Investorengruppe lautete der Plan: durch wirtschaftliche Maßnahmen finanzielle Stabilität sichern und mehr Sponsoren finden sowie mit dem Einsatz jüngerer Spieler Werte schaffen, die die finanzielle Entwicklung gewährleisten. Ein Wettbieten um sportlichen Erfolg mit Slavia und Sparta konnte und wollte man nicht eingehen. Die Devise lautete daher: „Da sein, wenn die anderen auslassen.“

Wenn ich es mit Wien vergleiche, muss man klar sagen, dass Wien eine Kultur- und keine Sportstadt ist. Wir waren erstaunt, wie normal die Unterstützung der öffentlichen Hand für den Sport allgemein ist.

Martin Bruckner

Die Aufnahme im Land

Das kam beim Klub, den Fans und in der Region an. „Es war mein erster beruflicher Berührungspunkt mit Tschechien und ich kann nur das Beste sagen“, meint er. Das Standing von Sport in der Gesellschaft und der regionalen Politik [...]

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