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Brno setzt vorerst auf Modernisierung des Srbská-Stadions

(c) IMAGO

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Statt einem kompletten Stadionneubau konzentriert sich die Stadt Brno auf eine umfassende Modernisierung des bestehenden Srbská-Stadions, das derzeit von Zbrojovka Brno und Artis Brno genutzt wird.

Beide Klubs streben mittelfristig eine Rückkehr beziehungsweise den Aufstieg in die höchste tschechische Spielklasse an. Die Stadt Brno hat nun erste Visualisierungen präsentiert, die zeigen, wie das modernisierte Stadion im Stadtteil Královo Pole künftig aussehen könnte.

Geplant ist eine kompaktere Bauweise mit vollständig überdachten Tribünen. Die Kapazität soll mit rund 10.000 Sitzplätzen in etwa auf dem aktuellen Niveau bleiben, wobei Stehplätze vollständig durch Sitzplätze ersetzt werden. Die Tribünen rücken näher an das Spielfeld heran, um Sichtlinien und Zuschauerkomfort zu verbessern.

Die Kosten für die vollständige Modernisierung werden auf rund eine Milliarde tschechische Kronen geschätzt. Die Finanzierung ist noch offen. Laut StadiumDB.com bringt die Stadt auch eine Zusammenarbeit mit privaten Partnern ins Spiel. Ziel ist es, mit dem Umbau rasch die infrastrukturellen Anforderungen für nationale und europäische Bewerbe zu erfüllen sowie bestehende Probleme bei Lärm, Beleuchtung und Verkehr zu entschärfen.

Kurzfristig stehen vor allem Maßnahmen im Hinblick auf einen möglichen Aufstieg von Zbrojovka Brno in die erste Liga an. In einem ersten Schritt sollen Sitzplätze auf der Haupttribüne erneuert werden, weitere Arbeiten an einer zweiten Tribüne sind vorgesehen.

Dieses Paket umfasst Investitionen von rund zehn Millionen Kronen. Zusätzlich sind weitere Modernisierungsschritte wie neue LED-Flutlichtanlagen, Kamera- und Soundsysteme, Drehkreuze sowie Medienbereiche geplant. Dafür hat die Stadt bereits rund 40 Millionen Kronen zugesagt. Die Arbeiten sollen ohne komplette Stadionschließung bis zum Beginn der kommenden Saison abgeschlossen werden.

Langfristig verfolgt der städtische Betreiber Starez-Sport einen etappenweisen Umbau, um Kostenrisiken zu minimieren und frühere gescheiterte Projekte zu vermeiden. Ein Neubau im traditionsreichen Lužánky-Areal bleibt zwar ein Ziel, ist aktuell aber nicht prioritär. Die Modernisierung des Srbská-Stadions gilt als realistischster und schnellster Weg, um den Profifußball in Brno infrastrukturell abzusichern.

Erst vor kurzem lieferte sportsbusiness.at mit einem Interview mit Ex-Rapid-Präsident Martin Bruckner einen Einblick hinter die Kulissen den tschechischen Topklubs Viktoria Pilsen und damit auch hinter den Kulissen des tschechischen Profifußballs im Allgemeinen rund um Entwicklungen und Investoren.

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