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Belgisches Schiedsgericht verpflichtet Dazn zur Fortführung des Pro-League-Vertrags

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Wie The Guardian berichtet, ist der Streaminganbieter Dazn per Schiedsspruch dazu verpflichtet worden, den laufenden Medienrechtevertrag mit der belgischen Pro League bis zum Saisonende zu erfüllen.

Der Vertrag hat ein Volumen von 84,2 Millionen Euro pro Saison. Das belgische Schieds- und Schlichtungszentrum Cepani ordnete an, dass Dazn die Übertragungen fortsetzt und die vereinbarten monatlichen Zahlungen von 6,6 Millionen Euro wieder aufnimmt – zumindest bis zum 30. Juni, sofern keine weitere Entscheidung getroffen wird. Für den Streamingdienst bedeutet das zusätzliche Kosten von rund 53 Millionen Euro. Zudem muss Dazn 25 Prozent der Schiedsgerichtskosten tragen. Für den Fall der Nichtbefolgung einzelner Auflagen wurde eine Vertragsstrafe von 50.000 Euro pro Tag angedroht.

Auslöser des Verfahrens war die Zurückhaltung einer Monatsrate im November, obwohl Dazn die Spiele weiterhin übertrug. Das Unternehmen hatte argumentiert, dass der Vertrag ohne ein tragfähiges Verbreitungsabkommen mit belgischen Telekommunikationsanbietern wirtschaftlich nicht umsetzbar sei. Verhandlungen mit Proximus und Telenet blieben erfolglos, sodass die Spiele in dieser Saison ausschließlich über die eigene App verfügbar waren.

Dazn hatte die nationalen Medienrechte für die Pro League erst vor rund einem Jahr bis 2030 erworben. Ein endgültiges Schiedsverfahren ist für das Frühjahr vorgesehen. Die nun verfügten Maßnahmen gelten als vorläufig.

Dazn Belgien-Geschäftsführer Massimo D’Amario erklärte laut Guardian, dass diese Entscheidung keine Vorwegnahme der rechtlichen Bewertung der Vertragsauflösung darstelle. Unabhängig davon werde Dazn die Spiele weiterhin produzieren und übertragen.

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund weiterer internationaler Vertragskonflikte des Streaminganbieters. In Frankreich beendete Dazn jüngst vorzeitig den Ligue-1-Vertrag gegen Zahlung einer Entschädigung. In Belgien hingegen begrüßte Pro-League-CEO Lorin Parys das Urteil und betonte, es sichere Produktion, Zahlungen und Verhandlungen im Sinne der Vereine, Fans und des belgischen Fußballs.

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