Liberty Media, der Inhaber der kommerziellen Rechte der Formel 1, hat sich auf einen Vergleich in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro geeinigt, um eine Sammelklage von Fans nach dem verpatzten Grand-Prix-Debüt in Las Vegas 2023 beizulegen.
Auslöser war ein defekter Wasserschacht beim ersten Training des Las-Vegas-Grand-Prix im November 2023. Das Training musste nach nur 19 Minuten abgebrochen werden, alle Wasserschacht-Abdeckungen auf der Strecke mussten entfernt und aufgefüllt werden. Das zweite Training begann mit zweieinhalb Stunden Verspätung – zu diesem Zeitpunkt waren die Fanzonen bereits geräumt.
Rund 32.000 Fans könnten Ansprüche geltend machen. Der ursprünglich geforderte Schadenersatz hatte noch bei rund einer Milliarde Euro gelegen. Als erste Reaktion auf die Panne hatte die Formel 1 betroffenen Fans Warengutscheine im Wert von rund 183 Euro angeboten, eine Erstattung des Ticketpreises jedoch nicht in Aussicht gestellt. Genau das war der Kern der Klage, die von einer Anwaltskanzlei aus Las Vegas eingereicht worden war.
Liberty Media und der Las Vegas Grand Prix haben im Rahmen des Vergleichs keine Schuld eingeräumt. „Wir freuen uns, dass diese Angelegenheit zu einer fairen Lösung für die Fans geführt hat und nun den Weg in die Zukunft ebnet“, hieß es vonseiten des Veranstalters. Eine finale Anhörung ist für den 4. November vor dem US-Bezirksgericht von Nevada angesetzt.