Führungskräfte aus Sport, Medien und Marketing diskutierten beim ADWEEK House im Rahmen der Cannes Lions, wie Daten und Künstliche Intelligenz das Fan-Erlebnis verändern und wo die Grenzen liegen.
Hanne Jesca Bax, Global Vice Chair bei EY, betonte die gemeinschaftsstiftende Funktion des Sports: „Ich glaube, die Menschen haben noch mehr Hunger danach, zusammenzukommen und die Leidenschaft zu teilen, die Sport erzeugen kann."
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie Daten das Fan-Erlebnis bereichern können, ohne die Emotionen zu verdrängen. Roman Di Somma, Head of International Talent bei CAA Sports, brachte es auf den Punkt: „Das Größte am Sport ist die Emotion, weil sie nicht gescriptet werden kann – sie ist authentisch, und das lieben die Fans. Die Herausforderung besteht darin, Daten nicht dazu zu nutzen, Emotionen zu fabrizieren, sondern alle Filter zwischen dem Publikum und der Emotion zu entfernen."
Marathonläuferin und Sportkommentatorin Paula Radcliffe mahnte jedoch zur Vorsicht: „Es muss eine Balance geben. Es kann zu viele Daten geben, und dann wird es verwirrend und nimmt den Emotionen etwas weg."
Louise Johnson, Global CEO von Fuse, brachte die Perspektive der Fans ein: „Fans wachen nicht auf und denken: 'Ich möchte einen Sport-Algorithmus.' Sie wollen mehr über den Sport wissen." KI sei dann am nützlichsten, wenn sie Barrieren abbaut und Fans hilft, Inhalte einfacher zu finden. [...]