Der US-Sportwettenanbieter Fanatics Betting geht gegen Hasskommentare und Drohungen gegenüber Athleten auf Social Media vor. Gemeinsam mit den Partnern Integrity Compliance 360 und Signify Group wird das sogenannte Bad Actor Program zum Start der NFL-Saison im September eingeführt.
Das Programm überwacht und erkennt gezielte Beleidigungen und Drohungen gegenüber Athleten auf Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok, X und YouTube. Fanatics ist der erste US-Sportwettenanbieter, der dem Programm beitritt. Signify Group übernimmt dabei die Analyse von Social-Media-Nachrichten, bewertet den Schweregrad von Fällen und leitet ernste Vorfälle bei Bedarf an Strafverfolgungsbehörden weiter.
„Dieses wegweisende Programm wird Wettende für Drohungen gegen Spieler, Trainer und Offizielle zur Rechenschaft ziehen. Es entspricht unseren Grundwerten bei Fanatics – Respekt und Toleranz gegenüber den Athleten und Trainern, die die Sportarten betreiben, die wir lieben“, sagte Matt King, CEO von Fanatics Betting and Gaming. „Wir ermutigen andere Anbieter, der Initiative beizutreten, denn kein Wettverlust sollte einen Sportwettenkunden dazu verleiten, einen Athleten online zu bedrohen oder zu belästigen.“
„Drohungen und Belästigungen im Sport – in Arenen und auf Social Media – nehmen in einem alarmierenden Ausmaß zu und untergraben die Integrität der Sportwettenbranche“, sagte Scott Sadin, Co-CEO von IC360.
Hintergrund des Programms ist eine wachsende Zahl von Missbrauchsfällen im Zusammenhang mit Sportwetten. Eine NCAA-Umfrage vom Februar ergab, dass 51 Prozent der Division-I-Basketballspieler im Männerbereich Social-Media-Missbrauch erfahren haben, 46 Prozent erhielten negative oder bedrohliche Nachrichten von Personen, die auf ihre Spiele gewettet hatten. Auch in der MLB und NBA häufen sich Berichte über Beleidigungen im Zusammenhang mit Prop-Wetten.