In der finanziell stärksten Fußballliga der Welt haben in der Saison 2024/25 nur vier Vereine einen Gewinn nach Steuern erzielt.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Branchenportals sportspro.com, das die veröffentlichten Geschäftsberichte der Premier-League-Klubs ausgewertet und zusammengefasst hat.
Demnach verzeichneten Newcastle United (34,7 Mio. Pfund), Aston Villa (17 Mio. Pfund), Bournemouth (14,9 Mio. Pfund) und Liverpool (8,3 Mio. Pfund) einen positiven Jahresabschluss. Die übrigen Vereine schlossen ihre Geschäftsjahre mit Verlusten ab.
Den größten Fehlbetrag in der Premier League meldete Chelsea mit rund 262 Millionen Pfund – der höchste Verlust in der Geschichte der Premier League. Auch West Ham United (-103,6 Mio. Pfund), Tottenham Hotspur (-94,7 Mio. Pfund) und Nottingham Forest (-78,9 Mio. Pfund) wiesen deutliche Defizite aus.
Mehrere Klubs nutzten laut der Analyse besondere Maßnahmen, um ihre Finanzzahlen zu verbessern oder die Vorgaben der sogenannten Profitability and Sustainability Rules (PSR) einzuhalten. Dazu gehörten unter anderem interne Verkäufe von Vermögenswerten wie Stadien oder Frauenteams an Tochtergesellschaften.
Trotz einzelner hoher Verluste überschritt nach den ausgewerteten Zahlen kein Klub die derzeit geltenden Finanzregeln der Liga.
Ab der kommenden Saison soll zudem ein neues Regulierungssystem greifen. Die sogenannte „Squad Cost Ratio“ erlaubt es den Vereinen, bis zu 85 Prozent ihrer Einnahmen für sportbezogene Ausgaben wie Spielergehälter, Transfers oder Beraterhonorare zu verwenden.
Die Analyse zeigt gleichzeitig die wirtschaftlichen Unterschiede innerhalb der Liga. Während Liverpool mit rund 702,7 Millionen Pfund den höchsten Umsatz erzielte, lag der Umsatz von Sunderland – das in der Saison 2024/25 noch in der Championship spielte – bei rund 40,3 Millionen Pfund.