Der Weltfußballverband FIFA rechnet für den kommenden Finanzzyklus von 2027 bis 2030 mit Einnahmen in Höhe von rund 14 Milliarden US-Dollar. Das geht aus dem im Rahmen einer Sitzung des FIFA-Council verabschiedeten Finanzrahmen hervor.
Die prognostizierten Einnahmen sollen laut FIFA erneut vollständig in den Fußball reinvestiert werden. Ein zentraler Bestandteil ist das Entwicklungsprogramm FIFA Forward, dessen Investitionsvolumen im kommenden Zyklus auf 2,7 Milliarden US-Dollar steigen soll. Das entspricht einer Verachtfachung im Vergleich zu den Förderprogrammen vor 2016.
FIFA-Präsident Gianni Infantino betonte die Rolle der Einnahmen für die globale Entwicklung des Sports: „FIFA erfüllt seine Aufgabe, den Fußball weltweit zu fördern und weiterzuentwickeln, indem beispiellose Ressourcen wieder in den Sport investiert werden.“
Infantino verwies darauf, dass die Einnahmen insbesondere durch die FIFA-Weltmeisterschaft generiert werden: „Das ist nicht nur eine Frage von Zahlen, sondern von konkreten Ergebnissen – etwa mehr Möglichkeiten für Männer, Frauen und Nachwuchsspieler, auf höchstem Niveau zu spielen, bessere Infrastruktur und einen verbesserten Zugang zu Technologie für unsere Mitgliedsverbände.“
Gleichzeitig hob der FIFA-Präsident die Bedeutung des Turniers auch über den Sport hinaus hervor: „FIFA kann geopolitische Konflikte nicht lösen, aber wir wollen die Kraft des Fußballs und der FIFA-Weltmeisterschaft nutzen, um Brücken zu bauen und Frieden zu fördern.“
Neben den finanziellen Planungen befasste sich das FIFA-Council auch mit weiteren Themen. So wurde unter anderem das Verfahren zur Vergabe der Frauen-Weltmeisterschaften 2031 und 2035 bestätigt. Darüber hinaus beschloss der Verband neue Vorgaben zur Stärkung von Frauen im Fußball. Künftig müssen bei allen FIFA-Wettbewerben im Frauenbereich unter anderem Trainerinnen oder weibliche Mitglieder im Betreuerstab verpflichtend vertreten sein.