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Lazio plant 480-Millionen-Euro-Modernisierung des Stadio Flaminio

(c) Gepa Pictures

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Der italienische Erstligist SS Lazio hat ein umfassendes Projekt zur Revitalisierung des seit 2011 geschlossenen Stadio Flaminio in Rom vorgestellt. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 480 Millionen Euro.

Ziel ist es, das ursprünglich für die Olympischen Spiele 1960 errichtete Stadion zu modernisieren, die Kapazität auf rund 50.570 Plätze zu erhöhen und zusätzliche kommerzielle Nutzungen zu integrieren.

Das Stadio Flaminio wurde vom Ingenieur Pier Luigi Nervi entworfen und steht unter architektonischem Schutz. Das nun präsentierte Konzept sieht eine vollständige Sanierung unter Berücksichtigung aktueller Sicherheits- und Komfortstandards vor. Gleichzeitig sollen charakteristische Elemente der Nervi-Architektur erhalten bleiben.

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Neben der baulichen Erneuerung ist eine deutliche Kapazitätserhöhung geplant. Die Erweiterung der Tribünen soll unter Wahrung der historischen Struktur erfolgen. Darüber hinaus ist ein Vereinsmuseum vorgesehen, das die Geschichte von Lazio und die Verbindung zur Stadt Rom dokumentieren soll.

Die Investition umfasst nicht nur das Stadion selbst, sondern auch Maßnahmen im Umfeld, darunter infrastrukturelle Anpassungen, Verkehrserschließung und kommerzielle Flächen.

Vorgesehen ist ein Modell auf Basis sogenannter Oberflächenrechte. Die Stadt Rom bleibt Eigentümerin des Grundstücks, während Lazio für 90 Jahre das Nutzungs- und Managementrecht erhält. Das Projekt ist als öffentlich-private Partnerschaft nach italienischem Vergaberecht strukturiert.

Zur Umsetzung soll eine Zweckgesellschaft (Newco) gegründet werden. Diese Gesellschaft übernimmt Bau, Modernisierung und späteren Betrieb des Stadions. Neben dem Spielbetrieb von Lazio sollen auch Konzerte, Sport- und Businessveranstaltungen stattfinden, um eine wirtschaftliche Auslastung an spielfreien Tagen sicherzustellen.

Kritik und offene Fragen

Das Projekt befindet sich derzeit in der formalen Prüfphase. Bereits im Vorfeld gab es Diskussionen über Standortfragen, Parkraumkapazitäten und mögliche Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen im Umfeld des Stadions.

Eine besondere Herausforderung stellt der Denkmalschutz dar. Als Werk Nervis unterliegt das Stadio Flaminio strengen Vorgaben hinsichtlich baulicher Veränderungen. Der weitere Verlauf hängt von der Prüfung durch die zuständigen Behörden und den Ergebnissen der administrativen Verfahren ab.

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