Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina bringen den Sport zurück in die beste Sendezeit. Der ORF erklärt gegenüber sportsbusiness.at, warum das nicht nur sportliche Höhepunkte, sondern auch eine wirtschaftliche Chance, die es so seit Jahren nicht gab.
+ + sportsbusiness.at exklusiv - von Mario Sonnberger + +
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind für den ORF ein sportlicher und wirtschaftlicher Höhepunkt, wie es ihn in dieser Form schon lange nicht mehr gab. Das liegt nicht allein an der Größe des Events; Olympia hat als globales Ereignis ohnehin immer einen besonderen Status.
Dass es diesmal so gut passt, liegt schlicht an der Uhrzeit. Während man für die Spiele in Peking oder Pyeongchang noch Nachtschichten einlegen musste, fallen die wichtigen Entscheidungen nun wieder in die europäische Prime Time. Genau das macht das Projekt für den Sender dieses Jahr so attraktiv – sportlich, aber vor allem aus finanzieller Sicht.
Gleichzeitig zeigt ein Blick hinter die Kulissen, wie aufwendig die Produktion und die Vermarktung dieses zweiwöchigen Events tatsächlich sind – und warum Olympia in manchen Punkten dem Mythos Kitzbühel nahekommt, sich strukturell aber doch deutlich unterscheidet.
Zwischen Kitzbühel-Quote und Olympia-Alltag
Traditionell ist das Hahnenkammrennen in Kitzbühel das Maß aller Dinge für die Reichweiten im österreichischen Wintersport. Mit rund 1,68 Millionen Live-Zuschauer:innen und einem weitesten Seherkreis von 4,7 Millionen führen Kitzbühel und Schladming jedes Jahr die Quotenlisten an.
Der interimistische ORF-Sportchef Martin Szerencsi stellt im Gespräch mit sportsbusiness.at jedoch klar, dass solche Spitzenwerte bei Olympia kaum machbar sind. „Diese Top-Werte, die die absoluten Saison-Highlights Kitzbühel und Schladming erreichen, das wird bei Olympia schwierig“, sagt er.
Dennoch rechnet er damit, dass [...]