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Dazn-Chef Segev skizziert globale Plattformstrategie für den Sport

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Auf der Branchenkonferenz ICE sprach Segev über verändertes Fanverhalten, wachsenden Wettbewerbsdruck und die zunehmende Bedeutung integrierter digitaler Angebote.

Shay Segev erklärte, Dazn verfolge das Ziel, für den Sport eine ähnliche Rolle einzunehmen, wie sie Spotify im Musikbereich etabliert habe. Ausgangspunkt sei die zunehmende Fragmentierung der Fan-Erlebnisse: Sportinteressierte nutzten heute unterschiedliche Plattformen für Live-Übertragungen, Nachrichten, Statistiken, soziale Interaktion, Ticketing oder Wetten. Diese einzelnen Touchpoints wolle Dazn langfristig in einem einheitlichen digitalen Ökosystem bündeln.

Nach Ansicht des Dazn-Chefs befindet sich die Sportmedienbranche an einem Wendepunkt. Mobile Nutzung, kürzere Aufmerksamkeitsspannen und der Wunsch nach personalisierten Inhalten prägten zunehmend den Konsum. Dazn reagiere darauf mit verstärktem Einsatz von Technologie und KI, um neben klassischen Live-Übertragungen auch Kurzformate und ergänzende Inhalte anzubieten. Interaktive Funktionen wie Chats, Community-Elemente oder Prognosespiele sollen das Sporterlebnis stärker partizipativ gestalten.

Ein zentraler Punkt in Segevs Ausführungen war das Thema Piraterie, das er als größte Bedrohung für die Sportrechteindustrie bezeichnete. Reine Rechtsdurchsetzung reiche aus seiner Sicht nicht aus. Entscheidend sei vielmehr, ein Produkt zu schaffen, das durch Nutzerfreundlichkeit, Personalisierung und Zusatzfunktionen einen klaren Mehrwert gegenüber illegalen Angeboten biete.

Auch das Thema Sportwetten ordnete Segev in diese Gesamtstrategie ein. Dazn Bet verstehe sich nicht als eigenständige Wettplattform, sondern als optionales Zusatzangebot innerhalb des bestehenden Sportkonsums. Wetten sollen das Nutzungserlebnis ergänzen, nicht dominieren. Erlöse aus Abonnements, Werbung und Wetten könnten wiederum in Inhalte und Rechte investiert werden und so einen wirtschaftlichen Kreislauf schaffen.

Mit Blick auf die internationale Ausrichtung betonte Segev, dass Dazn zunehmend globale Partnerschaften mit Ligen und Verbänden anstrebe. Rechteinhaber würden vermehrt nach digitalen Partnern mit weltweiter Reichweite suchen. Dazn sehe sich hier als Plattform, die sowohl zahlende als auch nicht zahlende Nutzer in unterschiedlichen Märkten ansprechen und damit die globale Reichweite des Sports erweitern könne.

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