Der Große Preis der Niederlande in Zandvoort findet in diesem Jahr zum letzten Mal statt. Rund 300.000 Fans pilgerten stets zur Rennstrecke in den Dünen der Nordsee, die Tribünen waren in jedem Jahr ausverkauft. Dennoch konnte der Veranstalter die hohen Antrittsgebühren der Formel 1 nicht mehr stemmen.
„Wir sind in Privatbesitz und müssen daher eine Balance finden zwischen dem Veranstalten dieses Events und anderen Risiken", hatte Renndirektor Robert van Overdijk die Situation beschrieben. Zandvoort steht damit exemplarisch für das strukturelle Problem traditionsreicher europäischer Standorte: Während rund 90 Prozent der Formel-1-Veranstalter weltweit staatliche Unterstützung erhalten, sind Standorte wie Zandvoort oder Hockenheim auf Ticketeinnahmen angewiesen.
Für Deutschland gibt es dennoch einen Hoffnungsschimmer: Formel-1-Chef Stefano Domenicali berichtete von erstmaligen neuen Kontakten nach Hockenheim mit der „mittelfristigen" Möglichkeit eines Rennens. Hintergrund ist ein abgeschlossener Eigentümerwechsel: Die Hockenheimring GmbH, zuvor in öffentlicher Hand, gehört nun zu 74,99 Prozent einer privaten [...]