Die Vienna Vikings sind der erste Champion der American Football League Europe und rund um ihren 68:5-Kantersieg im Finale gegen die Wroclaw Panthers nimmt jene Diskussion weiter Fahrt auf, die den europäischen American Football schon die ganze Saison begleitet: Kommen AFLE und EFA wieder zusammen?
Die Wiener bezwangen die Panthers am Sonntag in Duisburg vor 6.100 Zuschauern in einem einseitigen Finale, angeführt von Quarterback Ben Holmes. Neben dem rein Sportlichen ging die Strukturdebatte im europäischen Football weiter.
Nach dem Kollaps der European League of Football (ELF), die von 2021 bis 2025 mit bis zu 16 Teams als gemeinsame Liga fungierte, entstanden zwei Nachfolgeorganisationen: die AFLE mit acht Teams – darunter die Vikings – und die EFA mit sechs Klubs, zu denen die Swarco Raiders Tirol zählen. Die EFA-Saison gewann Nordic Storm aus Dänemark. Die strukturellen Unterschiede sind erheblich: In der EFA sind die Klubs gemeinsam für die Liga verantwortlich, in der AFLE gibt es einen externen Investor und ein zentrales Ligamanagement, das bei Bedarf auch finanziell eingreift, zuletzt etwa beim angeschlagenen Team Rhein Fire.
Vikings-Eigentümer Robin Lumsden hatte sich bereits vor dem Finale klar für Gespräche ausgesprochen: „Wir sind sehr gerne in der AFLE, haben aber natürlich absolut ein Interesse, auch gegen die Teams aus der anderen Liga zu spielen. Wir als Vienna Vikings haben auch andere Teams aus der EFA kontaktiert." Als Vorbild nannte er die Entstehungsgeschichte der NFL: „Die Geburt der NFL war auch eine aus dem Konflikt [...]