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US-Ausgaben für Sportrechte steigen auf 30,5 Milliarden US-Dollar

(c) Canva / Pixabay

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Die Ausgaben für Sportrechte in den USA haben im Jahr 2025 ein Rekordniveau erreicht: Laut einer aktuellen Analyse von Ampere Analysis investieren US-Medienunternehmen heuer insgesamt 30,5 Milliarden US-Dollar in den Erwerb von Sportübertragungsrechten.

Das entspricht einem Anstieg um 122 Prozent innerhalb der letzten zehn Jahre – 2015 lagen die Ausgaben noch bei 13,8 Milliarden US-Dollar. Im selben Zeitraum wuchs der gesamte US-TV-Markt deutlich langsamer: Die kombinierten Einnahmen aus Rundfunk, Kabel und Streaming stiegen laut Ampere Analysis um 24 Prozent auf 213 Milliarden US-Dollar. Entsprechend erhöhte sich auch der Anteil, den Sportrechte an den Gesamtausgaben der Branche ausmachen – von acht Prozent im Jahr 2015 auf 14 Prozent im Jahr 2025.

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Hauptverantwortlich für den Anstieg sind milliardenschwere Langzeitverträge mit den großen US-Ligen. Die 2023 neu abgeschlossenen Vereinbarungen mit der NFL sowie die ab 2025/26 gültigen TV-Deals der NBA gelten als zentrale Treiber. Allein der neue NBA-Vertrag mit Amazon, ESPN und NBC umfasst ein Volumen von 76 Milliarden US-Dollar über elf Jahre. Die erste Saison unter diesen Bedingungen startet am 21. Oktober 2025.

Daniel Harraghy, Forschungsleiter bei Ampere Analysis, betont: „Die enormen Steigerungen der NFL- und NBA-Verträge zeigen, dass Live-Sport weiterhin einen einzigartigen Wert als Treiber für die Reichweite und Bindung des Publikums bietet.“

Anders stellt sich die Lage in Europa dar. Während die Ausgaben für Sportrechte im Vereinigten Königreich seit 2015 immerhin doppelt so stark gewachsen sind wie die Gesamteinnahmen des TV-Markts, stagnieren sie in Deutschland und Frankreich weitgehend. In Spanien lagen die Steigerungsraten bei 1,6 gegenüber dem TV-Markt.

Ein Grund dafür ist laut Ampere die vorsichtigere Haltung europäischer Sender: Sinkende Zuschauerzahlen, stagnierende Abonnentenzahlen und wirtschaftliche Unsicherheiten führen zu mehr Zurückhaltung bei Rechtekäufen. Zudem unterscheiden sich die Geschäftsmodelle: In den USA spielen Affiliate-Gebühren und Werbeeinnahmen eine deutlich größere Rolle als in vielen europäischen Ländern.

Der Vergleich zeigt, dass die Wertigkeit von Live-Sport aus Sicht der Medienunternehmen regional unterschiedlich eingeschätzt wird – und dass besonders in den USA das Wettrennen um exklusive Inhalte als strategischer Schlüssel zum Publikumserfolg gilt. Ob Europa diesem Trend mit neuen Modellen und Plattformen folgen kann, bleibt vorerst offen.

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