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Tapedesign: Vom rutschenden Fuß zum Socken für die WM 2026 [Partner-News]

Mario Ofner mit US-Fußballstar Christian Pulisic und den Tapedesign-Socken (c) Benjamin Koglbauer

Die beiden ehemaligen Bankangestellten Mario Ofner und Thomas Weber standen vor mehr als zehn Jahren vor dem Problem, dass sie in den Fußballschuhen rutschten. Die Hobbykicker entwickelten spezielle Socken, die im Sommer von mehr als 100 WM-Teilnehmern getragen wurden. sportsbusiness.at hat mit Ofner über die Entwicklung und den Weg von Tapedesign über die erste Umsatzmillion bis nach Nordamerika gesprochen.

+ + sportsbusiness.at exklusiv - von Georg Sohler + +

sportsbusiness.at: Herr Ofner, Sie haben Tapedesign 2015 gemeinsam mit Thomas Weber gegründet. Wie kam es zu den Socken, die bei der Weltmeisterschaft getragen wurden?

Mario Ofner: Ursprünglich haben wir nicht mit Socken, sondern mit individuell bedrucktem Sporttape begonnen. Daher stammt auch der Name Tapedesign. Wir waren selbst aktive Fußballer und kannten das Problem, dass man in modernen, häufig aus Kunststoff gefertigten Fußballschuhen relativ stark rutscht. Gerade bei schnellen Richtungswechseln, beim Abstoppen oder Beschleunigen fehlt dadurch ein direkter Halt im Schuh. Das Prinzip von Anti-Rutsch-Socken kannte man damals vor allem aus dem Kinder- und Freizeitbereich. Wir haben uns gefragt, warum es keine hochwertige, speziell für den Leistungssport entwickelte Lösung gibt. Unser Ziel war deshalb nicht, einfach eine Socke mit ein paar Noppen herzustellen, sondern ein funktionelles Produkt zu entwickeln, das den Fuß stabilisiert, den Halt im Schuh verbessert und trotzdem angenehm zu tragen ist.

sportsbusiness.at: Davor waren Sie gemeinsam Kundenbetreuer bei der Steiermärkischen Sparkasse. Was konnten Sie aus diesem „Brotjob“ mitnehmen?

Ofner: Unsere Zeit bei der Bank hat uns dabei durchaus geholfen. Als Kundenbetreuer lernt man, genau zuzuhören, ein konkretes Problem zu erkennen und eine verständliche Lösung dafür zu entwickeln. Genau so sind wir auch bei Tapedesign vorgegangen: Wir haben ein Problem, das wir selbst hatten, in ein Produkt übersetzt.

sportsbusiness.at: Wie gestaltete sich der Weg von der Idee zum ersten Prototyp?

Ofner: Der Weg war deutlich länger, als man bei einer Socke zunächst vermuten würde. Der erste Prototyp war noch weit von dem Produkt entfernt, das wir später auf den Markt gebracht haben. Wir mussten verschiedene Materialien, Strickarten, Stärken und Passformen testen: Die Noppen dürfen nicht drücken, müssen aber gleichzeitig genügend Haftung erzeugen. Der Socken muss elastisch sein, darf im Schuh keine Falten bilden und muss seine Funktion auch nach vielen Waschgängen behalten. Eine weitere Herausforderung war unsere One-Size-Konstruktion, die sich ergonomisch an unterschiedliche Fußgrößen anpassen sollte. Insgesamt wurden rund 55 Prototypen entwickelt und getestet. Jeder Prototyp wurde auf Basis der gewonnenen Erfahrungen weiterentwickelt, um die Anforderungen an Funktionalität, Qualität, Halt und Tragekomfort bestmöglich zu erfüllen.

Wir haben die Prototypen zunächst selbst getestet und anschließend gezielt an Profi- und Hobbysportler weitergegeben. Das Feedback war teilweise sehr direkt, aber genau das war notwendig.

Mario Ofner, Co-Founder und CEO Tapedesign

sportsbusiness.at: Und wie ging es weiter, als es das erste Modell gab?

Ofner: Wir haben die Prototypen zunächst selbst getestet und anschließend gezielt an Profi- und Hobbysportler weitergegeben. Das Feedback war teilweise sehr direkt, aber genau das war notwendig. Wir haben immer wieder Anpassungen vorgenommen. Erst als das Produkt nicht nur bei einzelnen Mustern, sondern auch in einer größeren Serienproduktion konstant hergestellt werden konnte, waren wir bereit für den Markt. Von der ersten Idee bis zum finalen funktionsfähigen Prototypen vergingen insgesamt rund 18 Monate Entwicklungszeit.

sportsbusiness.at: Wie hat sich die Suche nach einem Umsetzungspartner entwickelt?

Ofner: Am Anfang war die Suche schwierig. Wir wollten etwas produzieren lassen, das es in dieser Form kaum gab. Viele Produzenten konnten entweder einen guten Sportsocken herstellen oder eine Anti-Rutsch-Beschichtung aufbringen. Die Kombination aus hochwertigem Material, spezieller Elastizität, ergonomischer Passform und einer dauerhaft haltbaren Grip-Technologie war wesentlich schwieriger. Außerdem [...]

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