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Studie „Padel Decoded“: Daten zeigen klaffendes Wissensloch im deutschen Padel-Markt

(c) Canva / Pixabay

Das Sportmarktforschungsunternehmen ONE8Y hat mit „Padel Decoded 2026" die erste umfassende Datenerhebung zum deutschen Padel-Markt vorgelegt.

Für die Studie wurden 1.652 Padel-Interessierte befragt, darunter 572 aktive Spielerinnen und Spieler sowie 208 Vielspieler. Die Ergebnisse zeichnen ein überraschend differenziertes Bild einer Sportart, über die im Sportbusiness viel geredet, aber wenig gewusst wird.

Ein zentrales Ergebnis: Padel ist ein Erfahrungsprodukt, kein Kommunikationsprodukt. Unter Personen, die sich für Padel interessieren, aber noch nicht gespielt haben, wählen 64 Prozent Tennis gegenüber 33 Prozent Padel. Unter aktiven Spielerinnen und Spielern dreht sich das Bild fast vollständig um – 50 zu 48 Prozent. Die Verschiebung von 31 Prozentpunkten ist laut Studie die größte Einzelverschiebung der gesamten Erhebung. Daraus ergibt sich eine klare Konsequenz für Marketingbudgets: Werbung vor dem ersten Spielerlebnis wirkt kaum.

Auffällig ist auch das Profil der aktiven Spielerinnen und Spieler: 39 Prozent sind leitende Angestellte, über die Hälfte hat einen Hochschulabschluss, rund ein Drittel verdient mehr als 4.500 Euro netto monatlich. Bei Vielspielern steigt der Anteil leitender Angestellter auf 45 Prozent. Padel ist damit keine studentische Trendsportart, sondern ein Sport der beruflich etablierten Mittel- und Oberschicht – mit einer der dichtesten Entscheider-Zielgruppen im deutschen Sport.

Als größte Wachstumshürde identifiziert die Studie keine Preis- oder Imagefrage, sondern strukturelle Probleme: 29 Prozent der Interessierten spielen nicht, weil sie niemanden zum Spielen finden, noch häufiger fehlt eine Anlage in der Nähe. Nur 12 Prozent nennen den Preis als [...]

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