Der Konflikt um den Austragungsort des WM-Finales 2030 hat sich zugespitzt. Marokkos Fußballverbandspräsident Fouzi Lekjaa erklärte bei einer Veranstaltung öffentlich, das Finale werde im derzeit im Bau befindlichen Stade Hassan II in Benslimane stattfinden – als wäre die Entscheidung bereits gefallen. FIFA widersprach umgehend und betonte, die Vergabe sei noch offen.
Fouzi Lekjaas Aussagen haben auch einen politischen Kontext: Er ist nicht nur Verbandspräsident, sondern auch Haushaltsminister und steht im Wahlkampf vor den bevorstehenden Parlamentswahlen. Seine Äußerungen seien daher als Positionierung der marokkanischen Seite zu verstehen, nicht als offizielle FIFA-Entscheidung, so der Weltverband. Laut spanischen Quellen könnte eine Entscheidung über den Finalaustragungsort erst nach 2028 fallen.
Spanien reagierte prompt. RFEF-Präsident Rafael Louzán wies Marokkos Anspruch zurück und betonte die Organisationserfahrung und Infrastruktur Spaniens, das zudem amtierender Weltmeister ist. „Ich glaube, Spaniens organisatorische Fähigkeiten bei Großveranstaltungen sind unbestreitbar, und deshalb legt die Realität nahe, dass das große Finale nicht woanders stattfinden sollte als in Spanien", sagte Louzán. Auf die Frage, ob Spanien das Turnier boykottieren würde, falls das Finale an Marokko gehe, erteilte er eine [...]