sportsbusiness.at

Suche
Close this search box.

ReCap – sportsbusiness.at Breakfast Club: Der große Sport-TV-Gipfel

Diesen Artikel teilen

Am Donnerstag, 22. Februar 2024, leitete die 14. Ausgabe des sportsbusiness.at Breakfast Club die Premiere des Krone Leadership Days ein. Bereits zum zweiten Mal kamen dabei alle relevanten TV-Player auf einem Podium zusammen und diskutierten darüber, welche Chancen und Potenziale sich für Österreichs TV-Medien durch die Digitalisierung eröffnen.

Nach der Premiere im Jahr 2023 brachte sportsbusiness.at erneut die wichtigsten Vertreter österreichischer TV-Medien zusammen, um die aktuellen Trends und Entwicklungen der Branche zu diskutieren. Im Fokus stand dabei dieses Mal die Digitalisierung.

Zu diesem Thema begrüßte sportsbusiness.at Herausgeber Michael Fiala das Who-Is-Who der österreichischen TV-Medien auf dem Podium: Thomas Berger (LAOLA1), Martijn van Hout (CANAL+), David Morgenbesser (Red Bull Media House), Christian Muckenhuber (Kronen Zeitung/fan.at), Michael Radelsberger (Sky), Martin Szerencsi (ORF).

Die 14. Ausgabe des sportsbusiness.at Breakfast Club diente als Einstieg in den Krone Leadership Day und ging folgenden Fragen auf den Grund: Welche Chancen und Potenziale eröffnen sich für Österreichs TV-Medien durch die Digitalisierung? Wie kann der nationale und internationale Sport dadurch profitieren? Welche Möglichkeiten ergeben sich für Werbepartner und Sponsoren? Und: Wie wird sich der Sportrechte-Markt unter diesen Rahmenbedingungen entwickeln?

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Die besten Zitate

Thomas Berger, Mitglied der LAOLA1-Geschäftsleitung, über …

… die Herausforderungen der Digitalisierung: „Wir werden immer öfter und in Zukunft vom Big Screen reden. Lineares TV als Erlebnis wird dagegen weniger. Wenn man Samsung/LG einschaltet, hat man zunächst Contentwerbung und eine App-Bar. Das hat mit analogem Fernsehen nichts mehr zu tun. Diese Entwicklung wird so weiter gehen. Die Frage ist, wie man im Kontext großer Rechte etwas Monetarisieren kann. Es ist eine Verbreiterung des Marktes da, was an sich ein gutes Signal ist. Bei laola1.at ist analoges TV mittlerweile eine berechtigte Säule. Und es gibt auch Beispiele, wie digital den analogen Bereich steigern kann: Formel 1 stagniert im klassischen TV. Die Rettung war Streaming mit den Dokus auf Netflix, die neue Zielgruppen erschlossen haben. Man muss die junge Zielgruppe in klassische Settings bringen.“

… Free-Ad-Supported-Streaming-Television (FAST): „Das Kerngeschäft von Laola1 ist die Monetarisierung für den österreichischen Sport, seit 23 Jahren. Jetzt ist ein Fenster aufgegangen, Stichwort Free-Ad-Supported-Streaming-Television (FAST). Das machen wir aber eigentlich seit 20 Jahren, auch wenn es damals noch nicht so geheißen hat. Technologisch ist das kein weiterer Schritt, in der Technik steckt Skalierungspotential. Es gibt viele Kanäle, das kann man mit der Technik lösen, IP ist günstiger als Sat. Man sieht, dass Monetarisierung ein Gamechanger sein kann. Es gibt einen Shift zu Streaming, etwa in den USA. Wir sehen für den österreichischen Sport das Thema FAST. Neben neuen Playern wie Canal+ sind aber auch Hersteller Samsung und LG da, die in den Contentbereich gehen. Es gibt nicht nur noch klassische TV-Anstalten.“

Martijn van Hout, Managing Director Canal+ Austria, über …

… ORF Sport+: „Es ist für den Sport in Österreich wunderbar, dass es das gibt. Man kann Sponsoren eine Fläche bieten. So lange die Gebühren nicht für Premiumsportrechte eingesetzt werden, ist das gut.“

… die Zukunft des Streamings: „Wenn man eine gute Mischung aus verschiedenen Angeboten hat und diese auf einer Plattform mit Premiuminhalten kombiniert, kann man etwas daraus schaffen. Das ist meiner Ansicht nach die Zukunft. Die Frage ist dann, welche Plattform am meisten bietet.“

… Digitalisierung: „Digitalisierung ist ein Fakt. Uns geht es nicht um Technik, sondern den Endkunden und die Marktverhältnisse. Das ist die Herausforderung in Österreich, wo vieles sehr werbefinanziert ist. Wir bieten Fernsehunterhaltung an, wir sehen noch Potential. Die Struktur wie hier in Österreich gibt es woanders nicht. Mit Topsport, der nur noch im Abo-Fernsehen landet, wie Champions League, wird uns das einen Push geben.“

David Morgenbesser, Chief Commercial Officer Red Bull Media House GmbH, über …

… die Rolle von ServusTV: „Wir haben die Champions League-Highlights und die Europa League live. Beim Thema Digitalisierung sehen wir, dass wir ein Medienhaus und kein klassischer TV-Sender mehr sind. Bei ServusTV-On setzen wir auch auf FAST-Channels. Bei uns hat die Digitalisierung schon stattgefunden. Die Nutzung geht rauf. Big Screen ist im letzten Jahr um 27 Prozent gestiegen, über eine Milliarde Watched Minutes. Das wächst sehr schnell.“

… die Unterschiede zwischen digital und analog: „Man muss zwischen Rechteanbietern und Werbetreibenden unterscheiden. Ein linearer Sender kann eine andere Reichweite erreichen, das schlägt sich in den TKPs-nieder. OTT funktioniert anders. Man hat niedrigere TKPs, aber bei digitalen Angeboten kennt man die Zielgruppe. Digital ist noch deutlich kleiner als analaog bei den Erlösen. Das ist ein Prozess.“

… eine einheitliche Quotenmessung: „TV-Insight ist die neue Währung. Man kann die Reichweiten besser darstellen. Es gibt ein höheres Panel. TV-Load hat den digitalen Gedanken dahinter, Werbung zielgruppenspezifisch auszuspielen: Am Ende geht es um eine einheitliche Bewegtbildreichweite. Es ist super, wenn man zu einem Kunden gehen kann und beide Wege anbieten kann mit einer realistischen Abbildung. Wir hoffen auf eine Einführung in Q2/Q3 2024.“

Christian Muckenhuber, Geschäftsführer von fan.at, über …

… die Auswirkungen der Digitalisierung in der Vermarktung: „Ich würde nicht pauschal sagen, dass analog für Werbekunden attraktiver ist. Das hängt von Kampagne und Zielgruppe ab. Im Sportbereich, je weiter es runter geht, wird man nicht nur mit Werbeeinnahmen leben können, da braucht es paid content, mit einem diversen Portfolio, wo sich die Kunden wiederfinden. Wir haben die Sportkompetenz dank Print. So können wir ein Portfolio anbieten und Enduser ins Abo führen. Die Vereine und Verbände müssen aber mitverdienen können.“

… die Rolle von fan.at: „Champions League haben wir noch nicht (schmunzelt). Ich sehe es wie ServusTV. Die Unterscheidung analog/digital ist nicht zwingend notwendig. Für den Sportbereich ist es extrem wichtig, Streaming-Plattformen zu haben. Wir haben am Wochenende zum Teil 50 Streams. Analoges Fernsehen ist in Österreich noch immer weit verbreitet. Bei den U30 ist es nur noch ein Viertel, aber es ist die Frage, wie sich das Medienverhalten über das Lebensalter verändert. Es braucht eine möglich große Reichweite.“

Michael Radelsberger, stellvertretender Geschäftsführer bei Sky Österreich, über …

… den Erhalt von ORF Sport+: „Dass ORF Sport+ erhalten bleibt, ist super. Es ist ein komplementäres Produkt. Punkto Rechte sind wir gut aufgestellt.“

… die Rolle von Sky: „Es ist nun unser Job, die Distributionswege zu machen, damit ein gutes Produkt zustande kommt. Das Webportal soll mit diesem Content auch wachsen. Unterm Strich steht: Wir haben viel Content, den wollen wir über viele Kanäle an die Menschen bringen.“

… digital vs. analog: „Wir sehen schon, dass digital wächst. Aber analoge Sender sind wichtig, 40 Prozent haben Satellit, 35 Prozent Kabel. Entsprechend wie sich die Reichweiten entwickeln, wird sich der Werbemarkt verschieben. Es geht um Konvergenz der Revenue-Streams. Eigentlich ist es eine einfache Gleichung.“

… einheitliche Quotenmessung: „Das Projekt ist sehr spannend. Wir haben als Plattform darauf gewartet, dass es messbare Reichweiten gibt. Es wird kommen und sich durchsetzen und müssen: Sonst macht der österreichische Medienmarkt einen Fehler, alles so wie in den letzten 25 Jahren zu machen.“

Martin Szerencsi, Legal Advisor ORF Sport, über …

… ORF Sport+: „ORF Sport+ ist gerettet. Linear ist der Sender per Gesetz bis mindestens 2026 gesichert, danach muss er digital als Spartensender weiterbetrieben werden. Auch nicht-Premiumsport wird im ORF bleiben. Das ORF-Gesetz regelt aber noch mehr, es gibt Berechtigungen und auch Verpflichtungen. Der ORF-Sport hat zweieinhalb, drei Jahre Zeit, die gesamte Berichterstattung neu aufzustellen. Der Sender wird eine große Rolle spielen. Neben der Regelung für Sport+ ist ein Teil der Gesetzesnovelle, dass der Anteil an Randsportarten auf ORF gesteigert werden soll. Der großartige Erfolg der Handballer rief ein in diesem Zusammenhang großes Interesse hervor.“

… einheitliche Quotenmessung: „Es wird gute Gründe geben, warum es noch nicht eingeführt wurde.“

… die Zukunft für Plattformen, die Content aggregieren: „Das Thema bei der Distribution ist aus meiner Sicht, dass man das Marketing-mäßig nicht über Gebühr abfeiern sollte. Irgendwann wird sich auch der Kunde denken, dass alles egal ist, wo man den Content sieht. Das könnte für auch aber nicht nur für den ORF ein Problem werden, weil man den eigenen Content auch auf anderen Plattformen sehen kann. Aber Rechte, Produktion und Umsetzung sind teuer, das soll einem Medienhaus zugerechnet werden. Da muss man vorsichtig sein. Gerade bei Premiumsport ist das wichtig. Bei der HLA fällt wiederum niemandem ein Zacken aus der Krone, wenn dieser Content aggregiert wird.“

Neueste Beiträge

(c) The Red Bulletin

The Red Bulletin: Das Nummer-1-Magazin für die sportaffine Zielgruppe [Partner-News]

(c) reach Guys

reach Guys mit ADMIRAL Bundesliga Vertical Offensive für Hidden Champion Award nominiert [Partner-News]

(c) Aleatrust / OSWV

Aleatrust wird Fördermitglied des Österreichischen Sportwettenverbandes [Partner-News]

(c) Red Ring Shots

SK Rapid verlängert mit Herbalife

(c) Mondi

Der Papierhersteller Mondi stellt sich einer sportlichen Herausforderung

Podcast​