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Recap Breakfast Club: Padel & Tennis: Zwei Sportarten, eine Sponsoringstrategie

(c) sportsbusiness.at / Rene Brunhölzl (39)

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Am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, fand im Rahmen der Erste Bank Open der sportsbusiness.at Breakfast Club gemeinsam mit BMW und e|motion statt. Es war dies bereits die 36. Ausgabe des größten österreichischen Sport-Netzwerk-Formats.

Padel gilt als eine der am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt. Der globale Markt verzeichnet jährlich massive Zuwächse bei Spielerzahlen und Infrastruktur, wobei insbesondere der europäische Markt im Jahr 2026 eine enorme Dynamik gezeigt hat. Über 35 Millionen aktive Spieler und knapp 80.000 Courts gibt es weltweit. Der globale Gesamtmarkt für Padel-Equipment und -Anlagen wird für 2026 auf rund 384,3 Millionen US-Dollar geschätzt.

Die enge Verbindung zu Tennis ist naheliegend und wird auch zunehmend von Sponsoren erkannt. So auch bei den Marken BMW und MINI. Wie das Zusammenspiel der beiden Sportarten und Marken funktioniert, welche Sponsoringstrategie dahintersteht und wie BMW und MINI rund um die Erste Bank Open aktiviert werden, war Thema der Diskussion beim diesmaligen sportsbusiness.at Breakfast Club.

Die besten Fotos

Nach einer Keynote von Alexander Bamberger (Geschäftsführer BMW Austria) moderierte Alexandra Nindl von Puls 4 eine Diskussion mit dem Speaker und Dominik Beier (Co-Founder PADELZONE & Managing Director bei e|motion).

Direkt im Anschluss an den Paneltalk gab es für alle Teilnehmer ein Padel-Showmatch mit österreichischen Top-Spielern auf dem Padelcourt. Danach folgte das traditionelle Netzwerkfrühstück. Alle Gäste des sportsbusiness.at Breakfast Clubs konnten zudem an diesem Tag hochklassiges Tennis erleben und die Spiele der Erste Bank Open in der Marx Halle verfolgen.

Die Highlights der Keynote von Alexander Bamberger über Sportsponsoring bei BMW

In seiner Keynote erklärte BMW Austria-Geschäftsführer Alexander Bamberger die Sponsoringstrategie von BMW. Im Kern geht es dem Autobauer um „emotionale Nähe, gemeinsame Erlebnisse und Begegnungen, die in Erinnerung bleiben“, wie er es formulierte.

Sport schafft dabei etwas, was andere Kommunikationsformen nicht in der Form bewerkstelligen können, etwa die Verbindung über Grenzen hinweg.

Mit dem Sportengagement verfolgt BMW ein klares Ziel, nämlich das bestmögliche Markenerlebnis zu schaffen – und zwar für Kund:innen, Zuschauer:innen und Athlet:innen.

Bamberger zufolge beruht die Strategie auf drei Säulen: International engagiert sich BMW bei Topveranstaltungen aus Motorsport, Golf und Tennis. Auf regionaler und lokaler Ebene können Partner und Händler selbst entscheiden, welche Sportarten sie unterstützen und welche Aktionen sie setzen. Der Grundsatz lautet: global denken, lokal handeln.

Zwar passt nicht jede Sportart zu jeder Marke. Viel wichtiger ist aber, in welchem Umfeld sich die Marken authentisch, langfristig und relevant präsentieren können.

Ein Beispiel für das Engagement ist die Partnerschaft mit den Erste Bank Open in Wien. Auch 2027 und 2028 wird BMW exklusiver Mobilitätspartner des Turniers sein. Im Padelsport setzt die BMW Group hingegen auf Mini: Die Marke wird ab 2027 Partner der Padelzone. Für Bamberger schaffen beide Sportarten Emotionen und passen – aus unterschiedlichen Gründen – gut in ein Sportsponsoringportfolio. Dies ermöglicht der BMW Group, sich als Teil der Gesellschaft zu positionieren. Ein Sponsoring ist ihm zufolge dann erfolgreich, wenn es eine glaubwürdige Verbindung zur Sportart schafft, langfristig angelegt ist, ein Markenerlebnis ermöglicht, allen Beteiligten einen Mehrwert bietet und gesellschaftlich relevant ist.

Die besten Aussagen der Podiumsdiskussion

Dominik Beier (Co-Founder PADELZONE & Managing Director bei e|motion) über …

… Padel und Sportsponsoring: „Padel ist mittlerweile so relevant, dass man es als Marke wahrnehmen muss. Ob man es für Aktivitäten nutzt oder nicht, ist eine andere Entscheidung. Die Zielgruppe ist auf jeden Fall spannend, es gibt 140.000 bis 150.000 aktive Spieler.“

… das, was Padel und Tennis voneinander lernen können: „Beide Sportarten wachsen weltweit. Es befruchtet sich gegenseitig, denn es werden gleichzeitig viele Tennis- und Padelcourts gebaut. So sollen junge Leute mit Racketsport in Kontakt kommen. Es gibt auch viele Golfclubs, die Padelcourts errichten, damit junge Menschen angesprochen werden können. Am Anfang wollen viele Padel ausprobieren, jetzt spielen viele ehemalige Fußballer, um sich sportlich zu betätigen. Man kann BMW und Mini kaufen, so sehe ich das auch bei Padel und Tennis.“

… Konkurrenz mit Tennis: „Tennis ist eine Legacy-Sportart. Das kann Padel nicht bieten. Die Sportart ist wenige Jahrzehnte alt, in Europa seit fünf, sechs Jahren relevant. Es gibt keine Stars aus der Vergangenheit. Alleine deshalb hat man andere Zugänge und Zielgruppen. Man spielt vier gegen vier, im Tennis eins gegen eins wie Gladiatoren. Padel eignet sich für Social Media, es sind also zwei verschiedene Zugänge. Wir als Padelzone waren mit professionellen Turnieren und TV-Übertragung wohl zu früh dran, weil viele Dinge wie Übertragungszeiten und Heroes nicht da sind. Es gibt aber Potenzial.“

… professionelles Padel: „Wo Padel funktioniert, sind die Spiele ausverkauft, es wird auch in Roland Garros am Centercourt gespielt. Aber von den Top 100 sind fast alle Spanier. Jetzt gibt es Trainer und Technik, in fünf bis zehn Jahren wird man andere in der Weltspitze sehen. Tennis ist ja auch deshalb attraktiv, weil es in den Top 100 viele verschiedene Nationen gibt.“

… abflachendes Wachstum: „Die World Padel Tour war eine Turnierserie, professionell war es nur in Spanien. Am Anfang schliefen die Spieler noch in Hostels, später sind viele nach Saudi-Arabien gegangen, nachdem die Saudis die World Padel Tour gekauft haben. Sie haben aber einen anderen Zugang zu diesem Sport. Seitdem gab es eine „Delle“, die Medialisierung und Breite der Topevents sind zurückgegangen, weil oft nur im Nahen Osten gespielt wird. Man braucht aber Europa und die USA. Es gab beispielsweise Turniere in Malmö und Stockholm, die haben dann aber zurückgezogen, weil es wegen hoher Lizenzgebühren nicht mehr wirtschaftlich ist.“

… Wachstum von Padel in Österreich: „Wir haben Padelzone 2020 gegründet, die ersten Gespräche werde ich nie vergessen. Da musste ich noch Tennis dazu sagen, heute reicht Padel. Unfassbar, was in fünf Jahren passiert ist. Derzeit gibt es 550 Courts, wir denken, es kann 1.000 geben. Wir betreiben jeden vierten Court. Mitbewerb ist immer gut. Wir brauchen Padelcourts, sonst kann eine Sportart nicht wachsen – Konkurrenz belebt das Geschäft. Meinem Wissen nach wird auch nur privates Geld investiert, es ist keine öffentlich anerkannte Sportart. 150.000 Menschen betreiben den Sport, dann schafft man das nicht offiziell anzuerkennen.“

Alexander Bamberger (Geschäftsführer BMW Austria) über …

… das, was Padel und Tennis voneinander lernen können: „Am Ende ist es Racketsport. In Padel tauchen die Player aktiv hinein, Tennis ist sehr hochkarätig. Das können die Sportarten voneinander lernen.“

… die mediale Verwertung von Padel: „Padel ist schnell, dynamisch und emotional. Das ist eine gute Voraussetzung. Im klassischen Medienmix wird Padel aber genau deshalb nicht zum großen TV-Format werden. Es eignet sich aber für Social-Media-Aktivierungen. Da ist das Potenzial für mediale Inszenierung groß.“

… Unterschiede zwischen den Sportarten im Sponsoring und Zielgruppen: „Die Marke muss passen. Wir würden nicht mit BMW in Padel einsteigen und nicht mit Mini in Tennis. Rittert man um die gleichen Sponsoren? Ich glaube nicht. Padel hat eine niedrigere Hürde, dadurch spricht es wohl junge Spieler schneller an als Tennis. Mit Mini ziehen wir auch jüngere Menschen an, weil wir auch mit Mini diesen Lifestyle kommunizieren.“

… professionelles Padel: „Die internationale Strahlkraft bei Tennis ist sehr groß. Padel wird auch internationaler werden. Auch hinsichtlich Hospitality. Wir werden in Österreich eine internationale Miniserie, die im TV übertragen wird, starten.“

… internationales Sportsponsoring: „Wir denken Tennis, Motorsport und Golf international. Auf der zweiten Ebene, den Märkten, haben wir Padel mit Mini. Dann gibt es noch die lokalen Händler, die vielleicht ein Cricket-Turnier unterstützen wollen. Wenn etwas international wird, braucht es strategisches Sportsponsoring.“

… die Zukunft und das Ende von Padel als Randportart: „Padel kann sich viel vom Tennis abschauen, etwa die Internationalität und hochkarätigen Events und Hospitality. Dadurch steigt die Wertigkeit.“

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