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Real Madrid setzt Präsidentschaftswahlen für Juni an – mit Gegenkandidat

(c) GEPA pictures/ Icon Sport

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Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten könnte es bei Real Madrid wieder zu einem echten Wahlkampf um das Präsidentenamt kommen. Amtsinhaber Florentino Pérez bekommt bei der Wahl am 7. Juni mit dem Unternehmer Enrique Riquelme erstmals seit Jahren einen Herausforderer.

Die Neuwahlen hatte Pérez selbst im Rahmen einer Pressekonferenz angekündigt. Der 79-Jährige steht trotz seiner zahlreichen sportlichen Erfolge zuletzt zunehmend in der Kritik. Laut Bericht von kicker wollte Pérez mit der Ausrufung der Wahl seine Position stärken und sich neue Legitimation verschaffen.

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Riquelme nutzt die aktuelle sportliche Situation rund um den Klub gezielt für seine Kampagne. Unter anderem kritisierte er öffentlich die frühe Trennung von Trainer Xabi Alonso. Gleichzeitig versucht der 37-Jährige, sich als Gegenmodell zur bisherigen Klubführung zu positionieren.

Dabei setzt Riquelme auch auf strukturelle Veränderungen. Laut dem Bericht spricht er sich gegen eine Öffnung des Vereins für Investoren aus, möchte Trainer künftig mehr Einfluss geben und einen klassischen Sportdirektor installieren. Zudem stellte er für den Fall eines Wahlsiegs prominente Neuverpflichtungen in Aussicht.

Die Hürden für eine Kandidatur bei Real Madrid gelten seit Jahren als äußerst hoch. Bewerber müssen unter anderem mindestens 20 Jahre Vereinsmitglied sein und finanzielle Garantien in Höhe von zehn bis 15 Prozent des Klubumsatzes hinterlegen. Riquelme erfüllte diese Voraussetzungen nun offenbar als erster ernsthafter Herausforderer seit langer Zeit.

Trotz der aktuellen Diskussionen bleibt Pérez klarer Favorit. Unter seiner Führung gewann Real Madrid mehrfach die UEFA Champions League und entwickelte sich wirtschaftlich zu einem der wertvollsten Sportklubs der Welt. Erst vor wenigen Tagen ließ Pérez nahe dem Estadio Santiago Bernabéu ein großes Banner mit den sieben Finalorten der Champions-League-Titel unter seiner Präsidentschaft anbringen – ergänzt um die Botschaft: „Fortsetzung folgt.“

Der Wahlkampf dürfte sich in den kommenden Tagen weiter zuspitzen. Laut kicker ist eine gemeinsame Podiumsdiskussion der beiden Kandidaten aktuell allerdings nicht geplant.

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