Die Streichung der Nordischen Kombination aus dem Olympiaprogramm hat unmittelbare finanzielle Folgen für österreichische Athleten und Sportstätten. Sowohl Individual- als auch Verbandsförderungen sind direkt an den Olympiastatus einer Sportart geknüpft.
Auf Landesebene erhalten Athleten im Salzburger Landesolympiakader laut ORF bis zu 8.000 Euro Förderung pro Jahr. Da die Nordischen Kombinierer aus diesem Kader gestrichen werden müssen, fällt diese Unterstützung künftig weg. Auch die Bundesförderungen der Sport Austria sind für olympische Sportarten höher. Betroffen sind hier vor allem die Fachverbandsförderungen, die über den Österreichischen Skiverband ausgezahlt werden.
Zusätzlich verliert die Sportart ein wichtiges Argument bei der Finanzierung von Infrastrukturprojekten: Der Olympiastatus gilt als zentrales Kriterium bei der Vergabe von Mitteln für Bauprojekte. Gerade im Bereich der Sprungschanzen fällt damit eine Disziplin weg, auch wenn das Skispringen weiterhin olympisch bleibt.
Salzburgs Sportlandesrat Martin Zauner kündigte an, die Auswirkungen zu analysieren und Gegenmaßnahmen zu prüfen. „Unser Ziel bleibt es, den nordischen Sport und unsere Athletinnen und Athleten bestmöglich zu unterstützen“, sagte er. Gleichzeitig kritisierte er die IOC-Entscheidung scharf: „Die Streichung der Nordischen Kombination aus dem olympischen Programm ist fatal und in keiner Weise nachvollziehbar. Statt Leistung, Tradition und sportliche Vielfalt zu bewahren, scheinen zunehmend andere Interessen im Vordergrund zu stehen.“