Nordrhein-Westfalen hat den offiziellen Startschuss für seine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 gegeben. Mit einer landesweiten Kampagne will die Region KölnRheinRuhr in den kommenden Monaten um Zustimmung in der Bevölkerung werben.
Zum Auftakt setzt das Land auf Lichtinstallationen an markanten Orten sowie auf die Unterstützung bekannter Persönlichkeiten aus dem Sport. In Köln, Dortmund, Essen und Düsseldorf werden an mehreren Abenden Videoprojektionen an bekannten Bauwerken gezeigt. Die Installationen sollen Aufmerksamkeit für die Bewerbung erzeugen und den öffentlichen Raum gezielt einbinden.
Begleitet wird die Kampagne von einem Kreis prominenter Unterstützerinnen und Unterstützer. Dazu zählen unter anderem Fußball-Weltmeister Christoph Kramer, Para-Leichtathlet Markus Rehm, Olympiasiegerin Britta Heidemann, Dressurreiterin Isabell Werth sowie der frühere Ministerpräsident Peer Steinbrück. Sie sollen ihre sportliche und organisatorische Erfahrung in den Bewerbungsprozess einbringen.
Hintergrund der Kampagne sind die geplanten Ratsbürgerentscheide am 19. April. In 17 Städten und Kommunen, die an einer möglichen Ausrichtung beteiligt wären, sind rund vier Millionen Menschen aufgerufen, per Briefwahl über die Bewerbung abzustimmen. Ein positives Votum gilt als zentrale Voraussetzung für die Fortsetzung des Verfahrens auf nationaler Ebene.
Ministerpräsident Hendrik Wüst betonte beim Kampagnenstart, Nordrhein-Westfalen wolle sich mit einem kompakten und nachhaltigen Konzept präsentieren. Ziel sei es, bestehende Infrastruktur zu nutzen und Spiele mit kurzen Wegen sowie einer hohen Zuschauerbindung zu ermöglichen.
Neben Nordrhein-Westfalen haben auch München, Berlin und Hamburg Interesse an einer deutschen Bewerbung bekundet. Der Deutsche Olympische Sportbund will im Herbst 2026 entscheiden, welcher Standort Deutschland im internationalen Auswahlprozess vertreten soll.