Die nordamerikanische Eishockeyliga NHL hat in der abgelaufenen Regular Season die höchsten durchschnittlichen TV-Reichweiten seit 14 Jahren erzielt.
Wie Sports Business Journal und Sports Media Watch berichten, erreichten Spiele auf den US-Sendern ESPN, ABC sowie TNT/truTV durchschnittlich 546.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Vergleich zur Vorsaison entspricht das einem Anstieg von mindestens 23 Prozent. Gleichzeitig handelt es sich um den höchsten Wert seit der Saison 2012/13, als die Übertragungen auf NBC und NBCSN im Schnitt 590.000 Zuschauer erreichten.
Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten insbesondere die Spiele auf ESPN und ABC. Die 54 übertragenen Partien kamen im Durchschnitt auf rund 760.000 Zuschauer, was einem Plus von rund 30 Prozent im Vergleich zur Saison 2024/25 entspricht. Allein die auf ESPN gezeigten Spiele erreichten im Schnitt 602.000 Zuschauer und damit rund 48 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Auch die Übertragungen auf TNT und truTV legten zu. Die dort gezeigten 72 Spiele erzielten im Durchschnitt 381.000 Zuschauer, ein Anstieg von rund 21 Prozent gegenüber der Vorsaison. Nach der Saisonunterbrechung rund um die Olympischen Winterspiele in Mailand stieg das Interesse zusätzlich, wobei die durchschnittliche Reichweite der NHL-Spiele auf TNT Sports danach auf etwa 453.000 Zuschauer anstieg.
Das meistgesehene Spiel der Regular Season war die sogenannte Stadium Series-Partie zwischen den Tampa Bay Lightning und den Boston Bruins am 1. Februar. Die Begegnung, die Tampa Bay mit 6:5 nach Shootout gewann, erreichte auf ESPN rund 2,07 Millionen Zuschauer und stellte damit einen Kabel-TV-Rekord für ein NHL-Spiel der regulären Saison auf.
Ein Teil des Anstiegs könnte auch mit einer geänderten Messmethodik von Nielsen zusammenhängen. Durch das neue System fallen die gemessenen TV-Reichweiten im gesamten Sportbereich teilweise höher aus. Auch andere Ligen, etwa die NBA, verzeichneten in der aktuellen Saison deutliche Zuwächse.