Die National Football League treibt ihre internationale Expansion weiter voran. Die Klubbesitzer der Liga genehmigten laut Medienberichten, ab der Saison 2027 bis zu zehn reguläre Saisonspiele außerhalb der USA auszutragen.
Damit schöpft die Liga künftig die maximale Anzahl internationaler Spiele aus, die im aktuellen Collective Bargaining Agreement mit der Spielervereinigung NFLPA vorgesehen ist.
Bereits in der Saison 2026 wird die NFL mit neun internationalen Spielen einen neuen Rekordwert erreichen. Geplant sind Partien auf vier Kontinenten, darunter erstmals reguläre Saisonspiele in Frankreich und Australien. Weitere Austragungsorte sind Rio de Janeiro, London, München, Spanien und Mexiko-Stadt.
NFL-Commissioner Roger Goodell hatte zuletzt erklärt, dass langfristig sogar 16 internationale Spiele das Ziel der Liga seien.
NFL-Manager Peter O’Reilly betonte, dass die Liga auf langfristige Präsenz in den jeweiligen Märkten setze: „Unsere Strategie ist nicht auf einmalige Events ausgelegt. Unser Ziel ist es, in die Märkte zurückzukehren, die wir aktuell aufbauen.“ Als mögliche weitere Wachstumsregion nannte er unter anderem Asien und konkret Japan.
Auch die Möglichkeit eines internationalen Super Bowls bleibt laut NFL ein langfristiges Thema. O’Reilly verwies dabei auf moderne Stadien wie jenes von Tottenham Hotspur Stadium, das bereits mit Blick auf NFL-Spiele konzipiert worden sei. Gleichzeitig verwies er aber auch auf die weiterhin große Nachfrage US-amerikanischer Städte nach dem Endspiel.
Zusätzlich verabschiedeten die NFL-Teams eine Regeländerung, wonach Franchises künftig nicht mehr zwei Heimspiele pro Saison vor einer Austragung im Ausland schützen können.