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Neue Wege: Spielergewerkschaft VdF trennt sich von ÖGB

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Die Vereinigung der Fußballer (VdF) hat sich von ihrer „Muttergewerkschaft“ ÖGB gelöst und wird künftig eine Stellung als kollektivvertragsbefähigte Körperschaft anstreben.

Wie die APA am Dienstag berichtet, haben die 300 Bundesliga-Fußballer, die ÖGB-Mitglieder waren, der Gewerkschaft den Rücken gekehrt, auch David Alaba ist demnach dabei. Die „Vereinigung der Fußballer“ (VdF) löst sich von der Teilgewerkschaft Younion und strebt eine alternative Vertretung an.

Dazu wurde im Frühjahr dieses Jahres der Verein „Die Spielervereinigung“ gegründet. „Die Zusammenarbeit mit der Teilgewerkschaft Younion wurde immer schwieriger“, sagte Baumgartner im Gespräch mit der APA. Insgesamt kam die VdF als Teilorganisation der Younion im ÖGB auf 1.200 Mitglieder. Für Baumgartner war es am Ende „ein reines Machtspiel“.

Zankapfel der Differenzen soll zudem die jährliche Bruno-Gala gewesen sein. Younion kritisierte laut Baumgartner die hohen Kosten von 100.000 Euro. Die restlichen Gelder wurden bisher über Sponsoren aufgetrieben. Künftig soll Mobilfunker Spusu für finanzielle Sicherheit sorgen und die Veranstaltung in den kommenden Jahren garantieren.

Mehr Mitspracherecht gefordert

„Die Gewerkschaft hätte sich das Geld für die Gala gespart, wäre aber genauso wie bisher bei der Bruno Gala dabei gewesen. Schließlich haben sie ja auch in den Vorjahren zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen“, wird Baumgartner zitiert. Die VdF wollte im Gegenzug jedoch mehr Mitspracherecht und Autonomie bei Personalentscheidungen. Stattdessen, so Baumgartner, wurde die Arbeit „behindert“. Zuletzt wurden sogar der Vorsitzende Gernot Zirngast freigestellt und der Generalsekretär Gernot Baumgartner vom Dienst freigestellt und gekündigt.

Die Organisation soll demnächst in „Die SpielerInnenvereinigung“ umbenannt werden und als Vertretung der Spieler auch die Kollektivvertragsverhandlungen führen können. Der aktuelle Kollektivvertrag läuft bis 2027 und kann wegen der Kündigungsfristen nicht vor 2024 abgeändert werden.

„Offensichtlich fürchtet die Younion jetzt, dass auch andere Berufsgruppen abspringen und ihre eigene Vertretung gründen“, sagte Baumgartner. Bei der Teilgewerkschaft ist man aktuell um Schadensbegrenzung bemüht: „Da laufen die Gespräche noch. Wir sind bemüht, dass es zu einem guten Ende kommt“, sagte Younion-Pressesprecher Ronald Pötzl zur APA.

Wolfgang Katzian, ÖGB-Präsident und früherer Präsident des FK Austria Wien, wollte sich gegenüber der APA zu der Angelegenheit nicht äußern: „Das liegt in der vollen Verantwortung der Teilgewerkschaft.“

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