Netflix, Amazon und YouTube haben eine gemeinsame Interessenvertretung gegründet, um gegen wachsenden politischen Druck in den USA vorzugehen. Der Auslöser: Die Entwicklungen nach einem Vorstoß der NFL.
Die Streaming Access and Choice Alliance (SACA) wird vom Technologiebranchenverband TechNet mit 106 Mitgliedsunternehmen geführt und soll Gesetzgeber und Regulatoren ansprechen, die Maßnahmen zum Schutz des linearen Fernsehens erwägen.
Hintergrund ist die zunehmende Kritik an der Fragmentierung von Sportrechten auf mehrere Streaming-Plattformen, durch die Fans mehrere Abonnements benötigen, um ihre Lieblingssportarten verfolgen zu können. SACA argumentiert dagegen, dass Streaming Zuschauern mehr Auswahl und Kontrolle biete, und verweist darauf, dass mittlerweile mehr US-Haushalte über einen Breitbandanschluss verfügen als über ein Pay-TV-Abo.
Konkret ausgelöst wurde die Gründung durch die Neuverhandlungen der NFL-Medienrechte und die Möglichkeit, dass die Liga erstmals ein größeres Rechtepaket vollständig an eine Streaming-Plattform vergeben könnte – sportsbusiness.at hat berichtet. Das hatte in Washington politischen Widerstand erzeugt: Republikanischer Senator Mike Lee, Vorsitzender des Unterausschusses für Wettbewerbspolitik, hatte argumentiert, die NFL verletze durch die zunehmende Verlagerung auf Streaming-Dienste den Geist ihrer [...]