Die Streamingplattform LaLiga+ wird mit Ende der Saison 2025/26 eingestellt. Die Liga begründet den Schritt mit veränderten Marktbedingungen und einer Neuausrichtung im Medienbereich.
LaLiga wird den Betrieb ihrer OTT-Plattform LaLiga+ zum 30. Juni 2026 einstellen. Nach sieben Jahren Laufzeit endet damit ein Projekt, in das seit dem Start mehr als zehn Millionen Euro investiert wurden. Die Plattform, ursprünglich unter dem Namen LaLigaSportsTV gestartet, bot in diesem Zeitraum mehr als 45 Sportverbänden eine mediale Präsenz.
Die Entscheidung wird von LaLiga nicht als klassischer Rückzug bewertet. „LaLiga+ ist nicht als eigenständiges Geschäftsmodell entstanden, sondern mit dem Ziel, Sichtbarkeit zu schaffen, Reichweiten aufzubauen und Sportverbänden eine Plattform im audiovisuellen Umfeld zu bieten“, heißt es aus der Organisation. Dieses Ziel sei mittlerweile erreicht worden.
In den vergangenen Jahren hätten zahlreiche Wettbewerbe eigene Distributionskanäle aufgebaut und seien nicht mehr auf eine zentrale Plattform angewiesen. „Viele dieser Wettbewerbe haben eigene Plattformen, Kanäle und Communities entwickelt. Sie benötigen LaLiga nicht mehr als Verstärker, da sie ihre eigene Reichweite aufgebaut haben“, so die Begründung.
LaLiga verweist zudem auf strukturelle Veränderungen im Medienkonsum. „Das audiovisuelle Umfeld hat sich deutlich verändert. Inhalte werden nicht mehr in einem einzigen Umfeld konsumiert, sondern über verschiedene Kanäle verteilt. Das Modell entwickelt sich von einer einzelnen OTT hin zu einem offeneren und effizienteren Distributionssystem mit größerer Reichweite“, erklärt die Liga.
Zum Portfolio von LaLiga+ gehörten zuletzt unter anderem die Handballliga Asobal, Basketballbewerbe wie die Primera FEB und LF Endesa sowie Futsal-Wettbewerbe. Insgesamt wurden Inhalte aus 18 Sportarten angeboten.
Künftig will LaLiga ihre Rolle im Sportmedienbereich neu definieren. Der Fokus soll stärker darauf liegen, als Plattformanbieter und Unterstützer des Ökosystems zu agieren, indem Know-how, Technologien und Distributionsmöglichkeiten bereitgestellt werden, anstatt Inhalte zentral über eine eigene OTT zu bündeln.