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FIS-Präsidentenwahl sorgt für Spannungen innerhalb des Skisports

(c) GEPA pictures/ Maxim Thore

Vor der Wahl des FIS-Präsidenten beim Kongress des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes (FIS) in Belgrad nehmen die Spannungen innerhalb des internationalen Skisports weiter zu.

Amtsinhaber Johan Eliasch stellt sich zur Wiederwahl und trifft dabei auf den Liechtensteiner Alexander Ospelt. Wie orf.at berichtet, haben sich zahlreiche Verbände und prominente Persönlichkeiten aus dem Wintersport im Vorfeld kritisch zur aktuellen Führung geäußert.

Eliasch, der seit 2021 an der Spitze der FIS steht, kandidiert bei der Wahl über den Georgischen Skiverband. Der Schwede mit britischer Staatsbürgerschaft wurde weder von Schweden noch von Großbritannien nominiert. Sein Herausforderer Alexander Ospelt wird unter anderem vom Österreichischen Skiverband (ÖSV) unterstützt.

ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer sprach sich im Vorfeld deutlich für einen Führungswechsel aus. „Eliasch hat viele Dinge angestoßen, aber er ist doch in einigen Punkten kläglich gescheitert, und von dem ist nun ein Wechsel an der Spitze auch die logische Konsequenz“, sagte Scherer im ORF-Interview.

Neben der Entwicklung der Finanzen sieht Scherer vor allem die Zukunftsperspektiven der FIS kritisch. „Was für mich aber neben dem dramatischen Rückgang der Reserven noch nahezu besorgniserregender ist, ist vor allem der Ausblick in die Zukunft. Die Investitionen zeigen derzeit nicht den gewünschten Effekt. Die neu abgeschlossenen kommerziellen Verträge, insbesondere hinsichtlich der FIS-Weltmeisterschaften, lassen doch erahnen, dass es unterhalb des Niveaus der letztjährigen Zyklen ist“, erklärte er.

Auch der Deutsche Skiverband positionierte sich gegen eine weitere Amtszeit von Eliasch. DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach sagte: „Das größte Versäumnis ist sicherlich der enorme Vertrauensverlust innerhalb des internationalen Ski- und Snowboardsports.“

Kritik kommt zudem von aktiven und ehemaligen Athletinnen und Athleten. US-Skistar Mikaela Shiffrin äußerte gegenüber dem Schweizer „Blick“: „Viele von uns Athleten haben das Gefühl, dass die FIS und die derzeitige Führung einen erheblichen Mangel an Transparenz an den Tag gelegt haben.“

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte zuletzt die ehemalige Weltmeisterin Alexandra Meissnitzer. Die frühere Läuferin, die seit September für Sonderprojekte der FIS tätig ist, kritisierte in einem Interview einen „großen Vertrauensverlust und wenig Transparenz“. Kurz nach Veröffentlichung ihrer Aussagen wurde sie nach eigenen Angaben vom FIS-Kongress [...]

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