Die FIFA und die Spielergewerkschaft FIFPRO haben eine bis Ende 2031 gültige Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Kernpunkte sind eine neue globale Plattform für den sozialen Dialog, eine stärkere Einbindung von Spielervertretern in FIFA-Gremien sowie gemeinsame Entscheidungen bei Themen wie Transfersystem und Spielerschutz.
Einen Tag vor dem Start der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 haben FIFA und FIFPRO eine weitreichende Vereinbarung über die zukünftige Zusammenarbeit im internationalen Profifußball bekanntgegeben. Die Vereinbarung soll die Rolle der Spielervertretung in den Entscheidungsprozessen stärken und einen neuen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen Verbänden, Ligen, Klubs und Spielern schaffen.
Zentraler Bestandteil ist die Einrichtung einer globalen Plattform für den sozialen Dialog im Profifußball. Unter Leitung der FIFA sollen dort künftig Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter gemeinsam über Themen wie das internationale Transfersystem, nationale Regulierungen sowie Gesundheit, Sicherheit und Arbeitsbedingungen von Spielern beraten. Die FIFPRO wird dabei offiziell als globale Vertretung der Profispieler anerkannt.
Künftig sollen Änderungen am Reglement bezüglich Status und Transfer von Spielern (RSTP) gemeinsam mit den Sozialpartnern abgestimmt werden. Auch Standards zu Erholungszeiten, Urlaub, Belastungssteuerung und Gesundheitsschutz sollen im Rahmen der neuen Struktur gemeinsam entwickelt werden.
Ein weiterer Bestandteil der Vereinbarung betrifft die Vertretung von Spielern innerhalb der FIFA. Von der FIFPRO benannte Vertreter sollen künftig in verschiedenen FIFA-Gremien mitwirken, darunter im Fußballgericht, in mehreren ständigen Kommissionen sowie im Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsausschuss. Darüber hinaus erhält die Spielergewerkschaft bei spielerbezogenen Themen Beobachterstatus mit Rederecht im FIFA-Rat.
Im Zuge der Einigung haben die FIFPRO, ihre kontinentalen Divisionen und Mitgliedsgewerkschaften zugesagt, laufende Rechtsverfahren gegen die FIFA zurückzuziehen beziehungsweise künftig keine neuen Verfahren außerhalb des fußballinternen Regelwerks anzustrengen oder zu unterstützen.
Die Vereinbarung umfasst darüber hinaus weitere Bereiche der Zusammenarbeit. Dazu zählen ein mit insgesamt 20 Millionen US-Dollar ausgestatteter FIFA-Fonds für Profispieler mit ausstehenden Gehaltsforderungen, die Entwicklung globaler Mindeststandards für Frauen-Nationalteams, Bildungsprogramme für Spielerinnen und Spieler sowie die Förderung einer fairen Beteiligung von Aktiven an Preisgeldern bei FIFA-Wettbewerben.
FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte: „Diese Grundsatzvereinbarung läutet eine neue Ära in der Beziehung zwischen der FIFA und der FIFPRO ein. Die Spieler prägen das Spiel, das wir alle lieben, und wir müssen für ihren Schutz und ihr Wohlergehen sorgen. Daher haben wir gemeinsam einen nachhaltigen Weg geschaffen, um sicherzustellen, dass Entscheide, die sie direkt betreffen, auf [...]