Der Fußballweltverband FIFA will zwischen 2027 und 2030 rund 6,35 Milliarden Dollar an seine Mitgliedsverbände ausschütten. Die Ankündigung fällt mitten in den Wahlkampf um die FIFA-Präsidentschaft, bei der Amtsinhaber Gianni Infantino im März 2027 wiedergewählt werden will.
Laut einem FIFA-Dokument, auf das sich die US-Nachrichtenagentur AP beruft, soll jeder der 211 Nationalverbände rund 25 Millionen Dollar (ca. 22 Millionen Euro) erhalten. Als Begründung nennt die FIFA den kommerziellen Erfolg der WM 2026 und das Ziel, „die Investitionen in die Entwicklung des Fußballs in den 211 Mitgliedsverbänden, den Kontinentalverbänden und anderen Anteilseignern zu fördern". Der Finanzplan soll im Dezember vom FIFA-Rat finalisiert und beim FIFA-Kongress im März 2027 in Marokko abgesegnet werden.
Die Summe übertrifft die Forderung der UEFA deutlich, die als schärfste Kritikerin Gianni Infantinos zuletzt in einem Maßnahmenkatalog eine Mindestausschüttung von zehn Millionen Dollar pro Nationalverband verlangt hatte. Mit dem nun kolportierten Betrag setzt Infantino offenbar ein klares Signal – auch im Hinblick auf seine Wiederwahl. Zahlungen an Mitgliedsverbände gelten als klassisches Mittel im FIFA-Wahlkampf.
Infantino steht derzeit wegen seines Alleingangs bei einem Vermarktungsplan für WM-Geschäfte stark in der Kritik. Einen Gegenkandidaten konnten seine Widersacher bislang nicht [...]