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FIFA erwägt dynamische Preisgestaltung für WM-Tickets 2026

(c) Gepa Pictures

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Im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 plant der Fußball-Weltverband laut einem Bericht der Times, für den allgemeinen Ticketverkauf ein System der dynamischen Preisgestaltung einzuführen.

Dabei würden sich die Preise abhängig von der jeweiligen Nachfrage verändern – ähnlich wie es bei anderen großen Sportereignissen in den USA, etwa dem Super Bowl, bereits üblich ist. Das Turnier mit insgesamt 104 Spielen und 48 teilnehmenden Teams wird im kommenden Sommer in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Für die Endrunde werden etwa 6,5 Millionen Tickets erwartet – ein Rekord.

Die Einführung dynamischer Preise könnte nach Einschätzung von Marktbeobachtern zu erheblichen Preissteigerungen führen, insbesondere bei Spielen mit hoher Nachfrage. Eine Bestätigung von Seiten der FIFA gibt es bislang nicht. Ein Sprecher erklärte lediglich, dass der Ticketverkauf im dritten Quartal 2025 über die offizielle FIFA-Website beginnen werde.

Von der Preisstrategie ausgenommen wären laut dem Bericht die Ticketkontingente, die den offiziellen Fanclubs der teilnehmenden Nationen zur Verfügung gestellt werden.

Kritik von Fanvertretern

Die geplante Maßnahme stößt insbesondere bei Fanorganisationen auf Kritik. Ronan Evain, Geschäftsführer von Football Supporters Europe (FSE), bezeichnete die dynamische Preisgestaltung gegenüber der Times als „Ausbeutung der Fantreue“ und warnte vor einem sozialen Ausschluss vieler Anhänger: „Für die Fans wird es schon jetzt eine sehr teure WM. Die FIFA braucht das zusätzliche Geld nicht und sollte die Kosten, die sie kontrollieren kann, so gering wie möglich halten.“

Evain verwies zudem darauf, dass das System bereits bei der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025, die vom 14. Juni bis 13. Juli in den USA stattfindet, zur Anwendung kommt. Die durchschnittlichen Preise beim Super Bowl lagen laut Bericht zuletzt bei bis zu 8.000 US-Dollar.

Die FIFA würde laut dem Bericht sämtliche Einnahmen aus den Ticketverkäufen der WM 2026 direkt erhalten. Einnahmen aus dem Ticketgeschäft fließen also nicht an die Austragungsstädte oder nationale Verbände. Während dynamische Preisgestaltung im US-amerikanischen Sportbereich etabliert ist, ist unklar, ob der gleiche Ansatz in Mexiko und Kanada zur Anwendung kommt.

Weitere Informationen zum Verkauf und zur Preisstruktur der WM-Tickets will die FIFA zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.

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