Der Sponsoringmarkt in Europa ist 2025 weiter gewachsen. Laut dem aktuellen „ESA Sponsorship Market Overview 2026“ der European Sponsorship Association (ESA) und Nielsen Sports erreichte das Gesamtvolumen 34,45 Milliarden Euro – ein Plus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Den größten Anteil am Markt hat weiterhin der Sport. Sponsoring im Sportbereich machte 72 Prozent des Gesamtvolumens aus und erreichte damit Investitionen von 24,79 Milliarden Euro. Gegenüber 2024 entspricht das einem Wachstum von 5,9 Prozent.
Außerhalb des Sports lag das Sponsoringvolumen bei 9,66 Milliarden Euro, was 28 Prozent des Gesamtmarktes entspricht. In Bereichen wie Kultur, Unterhaltung, Festivals oder sozialen Initiativen stiegen die Investitionen um 1,8 Prozent. Besonders auffällig waren dabei langfristige Naming-Rights-Vereinbarungen, unter anderem mit Unternehmen wie British Airways oder Laya Healthcare.
Unter den größten Sponsoringmärkten Europas verzeichnete Spanien das stärkste Wachstum. Das Marktvolumen stieg dort um 14 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro. Zu den Treibern gehörten unter anderem internationale Sportevents sowie verstärkte Investitionen in Frauen-Sport und Musikfestival-Partnerschaften.
Das Vereinigte Königreich blieb mit einem Marktvolumen von 6,15 Milliarden Euro der zweitgrößte Sponsoringmarkt in Europa und wuchs um 10,5 Prozent. Deutschland blieb mit 6,26 Milliarden Euro weiterhin knapp der größte nationale Markt. Auch Italien (2,01 Milliarden Euro, plus fünf Prozent) und Frankreich (1,85 Milliarden Euro, plus 10,3 Prozent) verzeichneten Zuwächse.
ESA-Vorsitzende Sophie Morris erklärte: „Das kontinuierliche Wachstum des europäischen Sponsoringmarktes zeigt die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit unserer Branche. Sponsoring bleibt eine starke Plattform für Marken, um mit Zielgruppen in bedeutungsvoller Weise zu interagieren.“
Samantha Lamberti, Managing Director International bei Nielsen Sports, sieht den Markt in einer Phase der Transformation: „Neben den weiterhin starken Investitionen im Sport entstehen neue Chancen durch KI-gestützte Partnerschaften, das kommerzielle Wachstum des Frauensports und zweckorientierte Kooperationen.“
Der Bericht verweist zudem auf zahlreiche Sponsoringaktivitäten im Sport, etwa langfristige Partnerschaften im Fußball oder neue Kooperationen im Motorsport sowie bei internationalen Wettbewerben. Auch außerhalb des Sports wächst der Markt weiter durch Engagements bei Festivals, Kulturveranstaltungen und sozialen Initiativen.
Für das Jahr 2026 erwarten die Autoren eine weitere Dynamik im Sponsoringgeschäft. Große internationale Sportereignisse wie die Olympischen Winterspiele in Italien, die EHF Handball-Europameisterschaft der Männer oder der ICC Women’s T20 Cricket World Cup könnten zusätzliche Impulse setzen. Gleichzeitig gewinnen digitale Aktivierungen, datenbasierte Strategien und KI-gestützte Fanansprache zunehmend an Bedeutung.