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Cycling Austria: Die entscheidenden Motoren im österreichischen Radsport [Exklusiv]

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Der Rad-Boom hält unvermindert an. Im Leistungs- wie im Breitensport kann Cycling Austria große Erfolge verbuchen. Generalsekretär Florian König spricht im sportsbusiness.at-Interview über die Zugpferde Kiesenhofer und Gall, Rekorde im Frauenbereich und Baustellen auf der Strecke.

++ sportsbusiness.at exklusiv von Mario Sonnberger ++

Den Grundstein für den Höhenflug auf zwei Rädern legte eine neue Ära von Ausnahmekönnern: Mit ihrem sensationellen Olympiasieg 2021 in Tokio wurde Anna Kiesenhofer zur globalen Ikone und rückte den Radsport schlagartig ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Flankiert wird dieser Erfolg von einer „Generation Tour de France“ um Felix Gall und Patrick Konrad, die mit Etappensiegen beim bedeutendsten Radrennen der Welt bewiesen haben, dass Österreicher heute zur absoluten Weltspitze gehören. Dass dieser Aufschwung nachhaltig ist, zeigt die aktuelle Bilanz: Mit über 50 Medaillen bei internationalen Großereignissen markierte das Jahr 2023 den bisherigen Zenit der Verbandsgeschichte.

Maßgeblich daran beteiligt ist eine goldene Generation junger Athleten, die vor allem auf der Bahn und im Gelände für Edelmetall sorgt. Hierzu zählen die U23-Europameister im Madison, Raphael Kokas und Maximilian Schmidbauer, sowie der Vize-Europameister der Elite, Tim Wafler. Ein historisches Ausrufezeichen setzte zudem Heimo Fugger, der 2024 als erster Österreicher den Junioren-Weltmeistertitel im Ausscheidungsfahren errang. Ergänzt wird diese Bilanz durch konstante Podestplätze im Para-Cycling und im Mountainbike-Bereich.

Dieser sportliche Glanz stellt den Verband Cycling Austria jedoch auch vor komplexe Aufgaben. Während die Identifikation mit dem Radsport als Gesundheits- und Wirtschaftsfaktor steigt, wächst der Druck auf die Infrastruktur. Nach dem Wegfall des Wiener Velodroms steht die Ausbildung künftiger Talente vor einer logistischen Zäsur. Im großen sportsbusiness.at-Interview zieht Generalsekretär Florian König eine Bilanz der Post-Corona-Ära.

Er erläutert, wie sich der Verband strategisch für die Alltagsmobilität öffnet, warum der Radsport trotz seiner Popularität ein kostenintensives Hochleistungsprodukt bleibt und welche wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig sind, um den aktuellen Erfolgsweg langfristig abzusichern.

sportsbusiness.at: Herr König, wie bewerten Sie die Entwicklung des österreichischen Radsports in den letzten Jahren und hat der Corona-Effekt nachhaltige Impulse gesetzt?

Florian König: Corona war definitiv ein Motor, und zwar sowohl für die Alltagsmobilität als auch für den Breitensport. Dieser Trend hält an. Im Leistungssport blicken wir auf eine sehr erfolgreiche Phase zurück: 2023 war mit über 50 Medaillen bei Großevents unser bisher stärkstes Jahr, aktuell haben wir uns auf einem hohen Niveau von rund 40 Medaillen eingependelt. Die Entwicklung ist also durchwegs positiv.

Das beste Argument für den Radsport ist seine Verankerung im Alltag. Da findet man Aspekte, die es bei keiner anderen Sportart gibt: Ich kann nicht zur Arbeit schwimmen, aber ich kann radeln.

Florian König, Generalsekretär Cycling Austria

sportsbusiness.at: Schlägt sich der Breitensport-Boom zeitversetzt auch im Profibereich nieder?

König: Absolut. Unser Grundsatz lautet: Ohne Breite keine Spitze und ohne Spitze keine Breite. Besonders im Frauenradsport [...]

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