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Wie KickJourney Individualtraining im Nachwuchsfußball digitalisieren will [Exklusiv]

Patrick Bayer, Pjeter Gjoka, Onsi Fouli, Alexander Kauer, Sara Spreitzhofer (v.l.) (c) KickJourney

Individuelles Fußballtraining ist teuer. Ex-Kicker Onsi Fouli und App-Entwickler Alexander Kauer wollen mit KickJourney Trainings-, Mental- und Reha-Angebote digitalisieren und damit auch jenen Nachwuchsspielern zugänglich machen, die sich individuelle Betreuung nicht leisten können. sportsbusiness.at hat mit zwei der fünf Gründungsgesellschafter gesprochen.

+ + sportsbusiness.at exklusiv - von Georg Sohler + +

Mit 15 Jahren erfüllte sich für den 2001 geborenen Onsi Fouli ein Traum. Der tunesischstämmige Innenverteidiger wechselte von Donaufeld zum Zweitligisten Floridsdorfer AC. Fouli träumte von der großen Karriere. Er musste sich aber wenig später eingestehen, dass das nichts wird und er verließ die Floridsdorfer.

2018/19 spielte er als Teenager sieben Partien in der viertklassigen Wiener Stadtliga, kickte ansonsten in der Reserve des FC 1210 Wien. Der Traum musste begraben werden. „Ich wusste nie genau, wie ich richtig trainieren sollte. Ich hatte keine Möglichkeit, einfach einen Trainingsplan aufzurufen und gezielt daran zu arbeiten. Dazu kamen mentale Probleme und Leistungsdruck, mit denen ich schon seit meiner Jugend zu kämpfen hatte.“

Auch Verletzungen spielten eine Rolle: Ein Knorpelschaden und ein Meniskusriss setzten Fouli zu. Nach der Rehabilitation blieb die Frage, ob er selbst noch mehr hätte tun können, um stärker zurückzukommen. Individuelle Unterstützung hätte es gegeben – allerdings zu einem Preis.

Der Use-Case

Denn es gibt viele jugendliche Fußballer. Und auch die allerbesten Nachwuchstrainer schaffen es kaum, alle individuellen Bedürfnisse aller Kaderkicker zu erkennen. Abhilfe schaffen zusätzliche Individualtrainings.

Diese sind abseits des Vereinstrainings aber teuer. Wer um 50 oder 60 Euro zusätzliches individuelles Training haben will, muss dieses Geld irgendwoher organisieren. Andere wissen vielleicht gar nicht, wie sie sich verbessern könnten.

Vermehrte Unterstützung hätte Fouli mit Sicherheit geholfen. Das stellte er fest, als er grübelte, was ihn vom Profifußball trennte. Er sprach auch mit anderen Profifußballern, wie sie die Lage einschätzen und fragte, welche Probleme sie in ihrer Karriere erlebt hatten: „Diese Erfahrungen habe ich gesammelt – und daraus entstand nach und nach die Idee für KickJourney.“

Gutes Angebot

Die jetzt verfügbare App ist eine Plattform, die alle wichtigen Facetten des Fußballs abdeckt — von strukturiertem Training über mentale Impulse bis zur Reha-Begleitung. Und das um nur 14,99 Euro in der Pro-Version.

Doch um das Produkt auf den Markt zu bringen, fehlte [...]

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