Die geplante Glücksspielrechtsreform in Österreich ruft den organisierten Sport auf den Plan. Sowohl Sport Austria als auch die Sportunion Österreich haben Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf eingebracht und fordern, den Sport an den erwarteten Mehreinnahmen zu beteiligen.
Der Gesetzesentwurf sieht durch die Marktöffnung Mehreinnahmen aus Glücksspielabgaben und Konzessionsentgelten von rund 25 Prozent vor. Beide Organisationen regen an, die Bundessportförderung gemäß § 20 Glücksspielgesetz dynamisch an diese Einnahmenentwicklung zu koppeln. Die Finanzierung des organisierten Sports aus Glücksspielerträgen hat in Österreich eine lange Tradition. Die Reform biete nun die Möglichkeit, dieses Prinzip konsequent weiterzuentwickeln, argumentiert Sport Austria.
Die Sportunion und Sport Austria sprechen sich für eine Beteiligung des Sports an den Einnahmen aus dem Sportwettenmarkt aus. Die Begründung: Sportwetten basieren unmittelbar auf den Leistungen von Sportlerinnen und Sportlern, Vereinen, Verbänden und hunderttausenden Ehrenamtlichen. Während die Kosten für Ausbildung, Nachwuchsförderung, Wettkampforganisation und Infrastruktur vom Sportsystem selbst getragen werden, fließen die daraus entstehenden wirtschaftlichen Erträge bisher kaum zurück. Die Sportunion bringt es pointiert auf den Punkt: Ohne Sport gäbe es keine Sportwetten. [...]